15.06.2016 07:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Klima
Frühling 2016 brach Rekorde
Kein früherer Monat Mai seit Beginn der Aufzeichnungen war in der Nordhemisphäre so warm wie der diesjährige. Der ganze Frühling brach die bisherigen Rekorde, teilte die UNO-Wetterorganisation WMO am Dienstag mit.

Der Frühling war der wärmste in der nördlichen Hemisphäre seit Aufzeichnungsbeginn, wie die WMO unter Berufung auf die jüngsten Daten der NASA schrieb. Die Temperaturen waren besonders in der Arktis ungewöhnlich warm, so dass es zu einem sehr frühen Einsetzen der jährlichen Schmelze des arktischen und grönländischen Eisschildes kam.

Die Temperaturrekorde im Mai wurden von extremen Wetterereignissen wie Starkniederschlägen in Teilen Europas und den südlichen USA begleitet. «Abnormal ist das neue Normal», liess sich David Carlson, Direktor des «World Climate Research Programme», in der Mitteilung der WMO zitieren. Die bisherige Entwicklung in diesem Jahr bezeichnete er als besorgniserregend. Der starke El Niño sei nur teilweise daran schuld.

Dieses natürlich auftretende Klimaphänomen, das nun am Abklingen ist, hat die überdurchschnittlichen Temperaturen befeuert, die dieses Jahr gemessen wurden. Die grundlegende Ursache für die Klimaerwärmung seien jedoch Treibhausgase in der Atmosphäre.

Die CO2-Emissionen der Menschheit bekommen durch El Niño einen Extra-Schub, wie Wissenschaftler am Montag im Fachjournal «Nature Climate Change» berichteten. Dadurch werde die CO2-Konzentration der Atmosphäre 2016 erstmals seit Beginn der kontinuierlichen CO2-Messungen durch das Mauna Loa Observatory ganzjährig über 400 ppm (parts per million) liegen.

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