Montag, 28. November 2022
17.05.2016 14:23
Indien

Fünf Tote beim Brunnenreinigen in Indien

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Beim Versuch, einen seit Jahren stillgelegten Brunnen für ihr von Dürre geplagtes Dorf zu reaktivieren, sind in Indien fünf Männer gestorben. Sie wurden beim Reinigen des Brunnens durch giftige Gase getötet, die sich in dessen Tiefe gebildet hatten.

Das sagte der stellvertretende Polizeichef des Bezirks Jind, Virender Singh, am Dienstag. Indischen Medienberichten zufolge klagten die Dorfbewohner schon seit längerem über die Untätigkeit der Behörden, die einfach zusähen, wie sich der Trinkwassermangel in der Region von Tag zu Tag verschärfe. In ihrer Verzweiflung versuchten sie demnach schliesslich, den Brunnen auf eigene Faust wieder zu aktivieren.

Indien leidet derzeit unter der schwersten Dürre seit Jahren – rund ein Viertel der Bevölkerung, rund 330 Millionen Menschen, sind von Wassermangel betroffen. Vergangene Woche rügte das Oberste Gericht unter anderem den Bundesstaat Haryana – in dem der Bezirk Jind liegt, weil er nicht nur nichts gegen den Wassermangel unternehme, sondern nicht einmal zugeben wolle, dass es ein Problem gibt.

Auch Polizeivertreter Singh dementierte, dass das Trinkwasser in seiner Region knapp ist – oder sich Bewohner beschwert hätten. Mit dem Brunnen hätten die Dorfbewohner nur mehr Wasser «zum Baden und Geschirrwaschen» haben wollen, «nicht aber zum Trinken», sagte er.

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