Freitag, 4. Dezember 2020
25.07.2020 13:55
Österreich

Für 91% Landwirtschaft systemrelevant

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Von: aiz/blu

Das Institut für Marketing und Innovation an der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) führte im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung eine Studie zu Motiven für den Kauf heimischer Lebensmittel und zur Bedeutung der Landwirtschaft in Österreich – gerade in Krisenzeiten – durch.

Mehr als 500 repräsentativ ausgewählte Haushalte haben teilgenommen.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:

  • 91% der Befragten bezeichnen die österreichische Landwirtschaft als systemrelevant und fast genauso viele sind der Auffassung, dass die Landwirte eine stabile Versorgung mit Lebensmitteln in der Krisenzeit sicherstellen konnten. 
  • 8 von 10 der Befragten ziehen heimische Lebensmittel immer den importierten Produkten vor, wobei die Standortsicherung ein wesentlicher Aspekt ist.
  • 85 % der Befragten sagen, dass heimische Lebensmittel in Krisenzeiten besser verfügbar sind und generell strenger kontrolliert werden.
  • 86 % der Österreicher halten heimische Lebensmittel für umweltfreundlicher als importierte Ware
  • Im Durchschnitt halten 8 von 10  Österreicher Umweltschonung beim eigenen Lebensmittelkonsum für wichtig und betrachten mit Sorge, wie die Ressourcen des Planeten verschwendet werden.
  • Für 86 % der Befragten ist das Fortbestehen von landwirtschaftlichen Betrieben in Österreich durch die COVID-Pandemie wichtiger geworden.
  • 83 % der Befragten sehen zudem eine Notwendigkeit, auch in Zukunft eine ausreichende Versorgung an Grundnahrungsmitteln aus Österreich sicherzustellen und die bestehende Abhängigkeit aus dem Ausland zu verringern.

Preisdruck Konsumenten bewusst

Dass die heimische Landwirtschaft vor Herausforderungen steht, ist den Konsumenten laut den Ergebnissen der Studie bewusst. So sehen 87% den Preisdruck durch Importe, Handel, und Verbraucherinnen und Verbraucher als grösste Herausforderung für die Landwirtschaft. Knapp dahinter folgen zunehmende Wetterextreme aufgrund des Klimawandels, die knapp 80% der Befragten nennen.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren Lebensmittel in exzellenter Qualität unter Einhaltung höchster Standards – auch in Krisenzeiten. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass sich die Österreicher auf unsere bäuerlichen Familienbetriebe verlassen können“, betont Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Regionale Lebensmittel werden geschätzt wie nie zuvor. Das verdeutliche auch die nun vorliegende Boku-Studie.

Nahrungsmittelversorgung forcieren

„Dass 91% die Landwirtschaft zur systemrelevanten Infrastruktur zählen, spricht für eine neue Wertschätzung von Produkten und der harten Arbeit, die dahintersteht. Die Menschen haben ein immer stärkeres Bedürfnis zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen“, erklärt Köstinger. 

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Schwächen einer globalisierten Versorgungskette deutlich aufgezeigt“ so Köstinger. „Für die österreichische Bevölkerung war die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln bisher eine Selbstverständlichkeit. Die autarke Nahrungsmittelversorgung muss noch stärker forciert werden. Dazu ist auch ein Schulterschluss zwischen Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Handel und Gastronomie sowie ein klares Bekenntnis zu Rohstoffen und Produkten aus Österreich notwendig“, sagt die Agrarministerin.

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