23.07.2018 09:13
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Grossbritannien
GB: Mehr tödliche Arbeitsunfälle
In Grossbritannien ist die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft zuletzt gestiegen. Nach den jüngsten Zahlen der Arbeitsschutzbehörde des Vereinigten Königreichs (HSE) wurden im Zeitraum vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018 insgesamt 33 solcher Unglücksfälle registriert.

Das sind vier mehr als in der Vorjahresperiode und einer über dem Fünfjahresmittel. 

Am gefährlichsten ist den Daten der HSE zufolge die Arbeit mit Tieren. Im Berichtszeitraum gingen acht Todesfälle auf Verletzungen durch Tiere zurück. Sechs Personen wurden Opfer von Fahrzeugen im Einsatz und fünf wurden unter umstürzenden Lasten eingeklemmt. Durch fallende Objekte kamen vier Menschen zu Tode. Auf den Sturz aus grosser Höhe war der tödliche Ausgang bei drei Arbeitsunfällen zurückzuführen. Ebenfalls drei Opfer forderte der Kontakt mit fliessendem Strom. 

Unter den in der Landwirtschaft tätigen Personen haben der Statistik zufolge ältere Personen überdurchschnittlich oft tödliche Unfälle. Auf Personen über 65 Jahre entfiel beinahe die Hälfte der Todesfälle. Aus der Altersgruppe 60 bis 64 Jahre stammten 24 % der Unfallopfer. Während die Gruppe der 20- bis 59-Jährigen knapp 28% der Todesopfer stellte. Neben den Älteren sind laut HSE auch die Selbstständigen besonders gefährdet. Im Berichtszeitraum waren 58% aller tödlichen Arbeitsunfälle dieser Gruppe zuzuordnen. Auf angestellte Arbeitnehmer entfielen 32 %. Bei den verbleibenden 10 % waren unbeteiligte Personen betroffen.

Auch der Blick auf die vergangenen fünf Jahre bestätigt laut HSE diese Tendenz. Im Zeitraum von 2013/14 bis 2017/18 kamen beinahe doppelt so viele Selbstständige wie Angestellte bei Arbeitsunfällen ums Leben. Seit 1981 hat sich die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Grossbritanniens Landwirtschaft den Angaben der Arbeitsschutzbehörde zufolge halbiert. Das Risiko eines solchen Vorkommnisses ist aber vergleichsweise gross und auf 100 000 Arbeitnehmer gerechnet um den Faktor 18 höher als der Industriedurchschnitt.

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