28.04.2017 11:18
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Gemeinsam gegen Viehdiebe
In den vergangenen Monaten wurden in Deutschland hunderte Tiere geklaut. Die Rinder dürften in den Osten verschoben worden sein. Der Brandenburger Bauernverband und das Innenministerium wollen gemeinsam Viehdiebstähle bekämpfen.

Die Bauern im Bundesland Brandenburg sind beunruhigt. Rinder wurden von den Weiden oder gar aus den Ställen geklaut. Die Tiere sind anschliessend unauffindbar. Die Polizei vermutet, dass die Rinder in osteuropäische Länder verschoben wurden, um dort Herden aufzubauen. Denn die Diebe waren wählerisch, oft klauten sie nur die besten Tiere einer Herde.

Wie «Berlin Online» berichtet, wurden bis Mitte März 310 Rinder geklaut, im Vorjahr waren es 180. Die Polizei reagierte, indem sie Anfang März die Sonderkommision (Soko) «Koppel» ins Leben rief. «Seit der Gründung sind keine weiteren Diebstähle registriert worden» sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Eine Gewähr, dass das so bleibe, gebe es nicht.

Man müsse die Wachsamkeit vor Ort erhöhen, so der Minister. Dies erhöhe die Chancen, die Diebe dingfest zu machen. Anfang April sagte Schröter, dass man die Bauern über Schutzmassnahmen aufklären müsse. «Wenn man nach einem Viehdiebstahl feststellt, dass die Stalltüren nicht verschlossen waren, weiss man, dass es da Nachholbedarf gibt», erklärte der Innenminister damals.

Gemäss Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes, leiden die Landwirte nicht nur unter den wirtschaftlichen Wert der gestohlenen Tiere. Dazu kämen auch Produktionsausfälle, so Wendorff. Den Bauern werden nun unter anderem Beratungen im Bereich IT-Sicherheit angeboten. Da oftmals besonders hochwertige Tiere gestohlen werden, bestehe der Verdacht, dass sich die Täter Zugriff zu den Computersystemen verschafft haben, so das Innenministerium.

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