13.02.2013 14:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/afp/dpa
EU/USA
Gespräche zur «grösste Freihandelszone der Welt» beginnen im Juni
Die EU und die USA wollen schon in Kürze mit den Verhandlungen über ein weitreichendes Handels- und Investitionsabkommen beginnen. «Gemeinsam werden wir die grösste Freihandelszone der Welt bilden», sagte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso am Mittwoch in Brüssel.

Die Verhandlungen sollten noch vor Ende Juni beginnen. Er hoffe, dass das Abkommen innerhalb von zwei Jahren ausgehandelt werde, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht.

Das Einreissen der Handelsschranken zwischen den USA und der EU könne für die Europäische Union einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes um 0,5 Prozent bedeuten, sagte Barroso. Die Vorteile für beide Seiten betrügen «Dutzende von Milliarden Euro», Millionen Arbeitsplätze könnten entstehen. «Das wird das grösste Handelsabkommen, das je geschlossen wurde», so der Kommissionspräsident.

Der Schwerpunkt des Freihandelsabkommens müsse auf «den Schranken liegen, die hinter den Zollgrenzen auftauchen», erklärte De Gucht. Dabei gehe es etwa um verschiedene technische Standards und Zertifizierungen. Als Beispiel nannte er den Autobau: Hier könnte es sinnvoll sein, dass die EU und die USA gegenseitig ihre Sicherheitsstandards akzeptierten, um Mehrkosten zu kappen.

Die Einfuhrzölle zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken sind nach Angaben von De Gucht schon jetzt sehr niedrig und liegen bei durchschnittlich rund vier Prozent. Die anderen Hindernisse könnten hingegen mit Kosten zu Buche schlagen, die Zöllen von zehn bis zwanzig Prozent entsprechen, sagte der Handelskommissar.

Bei Verhandlungen über Handelsabkommen zwischen der EU und ihren Partnern ist die EU-Kommission der Verhandlungsführer. Die Abkommen müssen aber von allen 27 EU-Ländern und dem Europaparlament ratifiziert werden. Die Europäische Union und die USA sind die beiden grössten Handelspartner der Welt. Jeden Tag werden Güter und Dienstleistungen im Wert von knapp 2,0 Milliarden Euro ausgetauscht.

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