30.06.2013 09:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Hochwasser: Frankreichs Agrarminister verspricht Hilfe
Angesichts der erheblichen Schäden in der Landwirtschaft im Südwesten Frankreichs nach den starken Regenfällen um den 20. Juni herum hat Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll den betroffenen Betrieben in diesen Départements finanzielle Unterstützung zugesagt.

Der Minister kündigte am Montag vergangener Woche an, dass er aus dem nationalen Fonds für das Management landwirtschaftlicher Risiken (Fonds national de gestion des risques en agriculture - FNGRA), dem früheren Witterungsschadenfonds, 100 Mio. Euro zur Verfügung stellen werde. Bei Bedarf könne diese Summe noch angepasst werden. Zunächst sollten aber die entsprechenden Untersuchungen in den Regionen abgewartet werden.

Ferner sagte der Minister zinsverbilligte Kredite und Hilfen aus dem Agridiff- Fonds zu, aus dem Zuschüsse für finanziell besonders angeschlagene Betriebe gezahlt werden. Zudem könnten für die von dem Unwetter betroffenen Landwirte ihre Beitragszahlungen für die landwirtschaftliche Sozialkasse (MSA) aufschieben. Darüber hinaus versprach der frühere Europaabgeordnete den Bauern im Südwesten unter anderem Ausnahmeregelungen bezüglich des guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustandes zum Erhalt der EU-Direktzahlungen sowie bei denAgrarumweltmassnahmen. Des Weiteren ermöglicht der Pariser Agrarminister mit Blick auf die Tierhaltung Lockerungen zur Bewilligung der Agrarumwelt-Weideprämie (PHAE) und der Ausgleichszulage für Standortnachteile (ICHN).
Le Foll betonte, dass er sich der erheblichen finanziellen Belastungen der geschädigten Landwirte bewusst sei. Gleichzeitig forderte er die Ämter seines Hauses sowie die Zentralverwaltungen und die Zweigstellen in den Départements und Regionen zu einem „außergewöhnlichen Einsatz“ auf.

Heftige Regenfälle hatten im Südwesten Frankreichs zu teilweise erheblichen Überschwemmungen geführt. Betroffen war beispielsweise auch der Wallfahrtsort Lourdes.

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