11.10.2015 09:31
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweden
Höchstzahl für Wölfe vorgeschlagen
In Schweden wird derzeit ein Vorschlag der Umweltschutzbehörde (Naturvårdsverket) diskutiert, wonach 300 Wölfe im Land als Rumpfpopulation zugelassen und die überzähligen Tiere unter gewissen Vorgaben zum Abschuss freigegeben werden sollen.

Naturvårdsverket hält bei einem Bestand von 300 Wölfen einen günstigen Erhaltungsstand für diese Tiere in Schweden gegeben. Der schwedische Bauernverband (LRF) sieht den Vorschlag mit gemischten Gefühlen. Da derzeit mehr als 300 Wölfe im Land vorkämen, hieße das zunächst eine Fortführung des derzeitigen Jagdmanagements, was begrüßt werde. Schwierigkeiten sieht LRF-Vorsitzende Helena  Jonsson allerdings aufgrund der von der Umweltschutzbehörde bisher etwas unklar formulierten Duldung von Wolfrissen in einem gewissen Umfang. Hier hofft der schwedische Bauernverband auf Nachbesserungen.

Für den Vorschlag, die Tierhalter zunächst zur Einzäunung der Tierbestände zu verpflichten, bevor ein Abschuss der Wölfe erlaubt sein soll, sieht Jonsson keine Rechtsgrundlage. Positiver wertet sie, dass die Behörde Leitlinien für die Bewertung von Schäden durch Wölfe und für das Wolfmanagement entwickeln will. Das Vorkommen der Tiere führe vor allem in Küstennähe zu Angst und Furcht unter den Grundbesitzern und Bewohnern, stellte Jonsson fest. Die Verbandsvorsitzende mahnte an, auch die wirtschaftlichen Belange und die psychologischen Auswirkungen auf die Tierhalter durch das „Plündern“ von Tierbeständen durch Wölfe zu berücksichtigen. Der LRF wolle auf jeden Fall an der Ausarbeitung der Leitlinien der Umweltschutzbehörde mitarbeiten.

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