13.07.2014 07:13
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Höheres Milchpreisniveau in der EU bleibt wohl länger
Der durchschnittliche EU-Milcherzeugerpreis könnte bis ins nächste Jahrzehnt hinein auf vergleichsweise hohem Niveau verharren. Zu diesem Ergebnis kommen Agrarökonomen der Europäischen Kommission in aktuellen Prognosen für den Zeitraum 2014 bis 2020.

Danach soll sich das gewichtete EU-Mittel der Milchauszahlungspreise in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen etwa 30 Cent/l und 40 Cent/l bewegen - Preisschwankungen inbegriffen. Den Grund für diese Entwicklung sehen die Analysten in einer weiter hohen Weltmarktnachfrage nach Milchprodukten.

Wie der Chefökonom der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dr. Tassos Haniotis , vergangene Woche gegenüber Journalisten in Brüssel erläuterte, dürfte vor allem der Hunger Chinas nach Milchpulver auf absehbare Zeit bestehen bleiben. Die Volksrepublik sei gerade erst auf den Geschmack gekommen. Sie benötige auf Jahre hinaus eine große Menge an Importen, da die heimische Erzeugung erst noch im Aufbau begriffen sei.

Der Nachfrageanstieg übertreffe die Zuwächse der chinesischen Produktion bei weitem. Haniotis sieht keinen Anlass zur Annahme, dass sich dieses Szenario kurzfristig ändern könnte. Er erwartet sogar, dass die in jüngerer Zeit immer wieder befürchteten Preisschwankungen deshalb geringer ausfallen als noch vor kurzem erwartet. Allerdings räumte der Chefökonom ein, dass auch die Kosten relativ hoch bleiben dürften - vor allem aufgrund weiter teurer Energie.

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