5.10.2014 12:14
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Hogan schreibt sich Marktorientierung auf die Fahne
Der designierte EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat sich für eine markt- und exportorientierte europäische Landwirtschaft ausgesprochen.

 „Ich sehe die Abschaffung von Produktionsbeschränkungen als Chance“, erklärte der Ire am vergangenen Donnerstag anlässlich seiner Anhörung vor dem Europaparlament. Für die Zukunft setzt Hogan auf Stabilität, Vorhersehbarkeit und praktische Lösungen. Er kündigte an, umgehend Möglichkeiten zur Straffung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu prüfen, stellte aber fest: „Vereinfachung ist nicht einfach.“

Die jüngste Reform habe die GAP grüner gemacht. Umweltbelange müssten auch künftig einen zentralen Platz einnehmen. „Ohne gute Wasser- und Bodenqualität, ohne ökologische Nachhaltigkeit können wir keine aktive Landwirtschaft betreiben“, so der Kommissarskandidat. Über die praktische Umsetzung des Greenings werde man diskutieren, wenn ausreichende Daten aus den Mitgliedstaaten vorlägen. Hogan hält dafür einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren für nötig. In diesem Zusammenhang räumte er ein, dass die Kommunikation zwischen den Kommissionsdienststellen und den Abgeordneten verbessert werden könnte.

Die Abgeordneten des Landwirtschaftsausschusses sprachen dem ehemaligen irischen Umweltminister im Anschluss an die Anhörung in einer geheimen Abstimmung mehrheitlich das Vertrauen aus. Sein Amtsantritt gilt damit als sicher. Ob er bereits zum 1. November oder doch erst später sein Büro im Brüsseler Berlaymont-Gebäude bezieht, hängt davon ab, ob das Parlament noch vor Ende Oktober dem Kollegium insgesamt zustimmen kann.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE