20.07.2015 11:25
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Italien
I: Hitze belastet Landwirtschaft
Die anhaltende Hitze in Italien macht der Landwirtschaft zu schaffen. Wie der dortige Landwirtschaftsverband Coldiretti vergangene Woche mitteilte, ist die Milchproduktion in der ersten Julihälfte um 50 Mio. Liter zurückgegangen.

Gleichzeitig stiegen die Kosten, da die Kühe doppelt so viel Wasser am Tage benötigten. Ausserdem würden die Schweine bei der Wärme weniger essen und bis zu 40 Prozent weniger am Tag zunehmen. Die Situation sei vor allem in der Poebene besorgniserregend, wo die grössten Viehbestände des Landes seien. Die Temperaturen beeinflussten indes auch die Eierleistung der Legehennen. Laut Coldiretti legen die Tiere wegen der hohen Temperaturen 5 bis 10 Prozent weniger Eier.

Der Sommer fällt nach Daten des Amtes für Agrarökologie (UCEA) überdurchschnittlich warm und extrem trocken aus. Lediglich ein Fünftel der üblichen Niederschläge sei bisher zu verzeichnen gewesen. Coldiretti warnte auch vor der steigenden Waldbrandgefahr. Allein am vorvergangenen Wochenende brachen gemäss den Angaben der dem Landwirtschaftsministerium direkt unterstellten Polizeibehörde CFS fast 60 Waldbrände aus. Betroffen waren vor allem Kampanien, Apulien und Kalabrien, aber auch die Toskana.

Der Landwirtschaftsverband mahnte daher zu grösster Vorsicht. Unterdessen stiegen die Einkäufe an frischem Obst und Gemüse um 30 Prozent. Allerdings geht Coldiretti von einer hohen Verderberate der Ware bei den Verbrauchern aus.

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