15.10.2015 08:12
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Handel
Immer mehr Handel auf dem Seeweg
Das Frachtaufkommen auf den Weltmeeren hat mit insgesamt 9,84 Milliarden Tonnen im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von knapp 4 Prozent.

Die Wachstumsrate des Welthandels auf See sei praktisch die gleiche wie 2013 und entspreche dem Wachstum der Weltwirtschaft, heisst es im Jahresbericht der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung UNCTAD zum Handel auf dem Seeweg.

Zum ersten Mal überschritten die Einfuhren in Entwicklungsländer ihre Exporte. Der Anteil der Waren, die auf Schiffen in den Entwicklungsländern geladen wurde, lag bei 60 Prozent. Der Anteil der Waren, die in Häfen von Entwicklungsländern gelöscht wurde, erreichte 61 Prozent. Zum Vergleich: 1970 lag der Anteil des Imports in Entwicklungsländern erst bei 18 Prozent.

In Asien ist der Seeverkehr weiterhin am stärksten, vor Nord- und Südamerika und Europa. Die starke Nachfrage nach Eisenerz und Kohle in China und Indien trug zum Wachstum der Transportmengen im vergangenen Jahr bei.

Die Kapazität der Weltflotte stieg im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent, das ist die niedrigste Wachstumsrate seit einem Jahrzehnt. Die Gesamtkapazität beläuft sich auf 89'464 Boote oder 1,75 Milliarden Tonnen Tragvolumen.

Trotz Wirtschaftskrise bleibt Griechenland mit einem Anteil von 16 Prozent der weltweit grösste Transporteur, gefolgt von Japan, China, Deutschland und Singapur. Zusammen transportieren diese fünf Länder rund die Hälfte der Weltfracht.

Mehr als 80 Prozent des Welthandels werden auf dem Seeweg in die Häfen rund um die Welt transportiert. Im Jahr der Finanzkrise 2009 hatte der Seehandel um 4,5 Prozent abgenommen, seit dem Jahr danach zog er wieder an.

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