8.03.2015 09:44
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Rindfleisch
Indischer Bundesstaat stellt Rindfleischbesitz unter Strafe
Der indische Bundesstaat Maharashtra, in dem die Großstadt Mumbai liegt und mehr als 110 Mio Menschen leben, hat den Besitz und Verkauf von Rindfleisch komplett verboten.

Seit Montag vergangener Woche ist dort laut Presseberichten nicht mehr nur das Schlachten von Kühen, sondern auch dasjenige von Ochsen, Bullen und Kälbern verboten. Das neu in Kraft getretene Gesetz sieht darüber hinaus für den Besitz und den Verkauf von Rindfleisch neben Geldbußen auch Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vor. Ausnahmen für die von Ausländern frequentierten Restaurants oder Läden in der Finanzmetropole Mumbai sind nicht vorgesehen.

Das Schlachten von Wasserbüffeln und deren Fleischvertrieb soll aber weiterhin erlaubt bleiben. Die restriktiven Regelungen „zum Schutz der heiligen Rinder“ wurden in dem Bundesstaat auf Drängen von Hinduorganisationen bereits vor zwei Jahrzehnten auf den Weg gebracht; doch erlangten sie erst jetzt durch die kürzlich erfolgte Zustimmung des indischen Präsidenten Pranab  Mukherjee  Gesetzeskraft.

Auch im Bundestaat Gujarat, der Heimat des neuen indischen Premierministers Narendra  Modi von der nationalen Hindupartei, ist die Produktion, der Handel und der Verkauf von Rindfleisch untersagt. Ähnliches gilt für die benachbarte Region Madhya Pradesh. Vom Rindfleischverbot ist vor allem die muslimische Bevölkerungsgruppe betroffen, die bisher den Handel kontrollierte.

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