9.03.2019 19:09
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Italien
Investition könnte Chance für Land sein
Als erstes bedeutendes westliches Industrieland will Italien mit China eine Rahmenvereinbarung über die chinesische Seidenstrasseninitiative schliessen. Rom erhofft sich unter anderem chinesische Investitionen in Häfen wie Genua und Tarent.

«Ich glaube, dass dies bei aller notwendiger Vorsicht (...) eine Chance für unser Land ist», sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Freitagabend in Genua. Es gehe zunächst um eine Absichtserklärung, die einen nicht gleich am nächsten Tag zu etwas verpflichte.

Unterzeichnung bei Besuch von Xi Jinping

Italien und die EU bekämen Gelegenheit, europäische Standards für Finanztransparenz, Recht und Umwelt in dieses wichtige Infrastrukturprojekt einzubringen, sagte Conte.

Die Absichtserklärung solle noch im März bei einem Italienbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping unterzeichnet werden. Er selbst werde Ende April zum zweiten Seidenstrassen-Forum nach China reisen, sagte Conte. Natürlich werde er darüber auch mit den USA in ständigem Dialog sein.

Mit dem Seidenstrassenprojekt will China Handelswege durch Asien nach Europa und Afrika erschiessen. Es sieht unter anderem Investitionen in Infrastrukturen wie Bahnstrecken und Verschiebebahnhöfe, Telekom-Netze, Strassen und Häfen vor. Die USA, Japan und diverse EU-Länder sehen in dem Projekt auch einen Versuch Chinas, seinen Einfluss in Eurasien und darüber hinaus zu erhöhen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE