1.01.2017 14:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Jeder vierte EU-Landwirt gab zwischen 2005 und 2013 auf
In der Europäischen Union ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in weniger als einem Jahrzehnt um mehr als ein Viertel gesunken.

 Das geht aus dem aktuellen Statistischen Buch über die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervor. Darin wird die Struktur der Betriebe mit Daten aus dem Jahr 2013 sowie mit Angaben zum Pflanzanbau und zum Tierbestand mit Zahlen aus dem Jahr 2015 wiedergegeben. Laut der Veröffentlichung sank die Zahl der Betriebe in der EU ohne Kroatien zwischen 2005 und 2013 um 26,2 %, was einem durchschnittlichen Rückgang von 3,7 % pro Jahr entspricht. Die höchsten Aufgaberaten bei den landwirtschaftlichen Betrieben verzeichneten die Slowakei mit einem jährlichen Minus von 12,5 % im Mittel, gefolgt von Bulgarien mit 8,9 % sowie Polen mit 6,6 %. Im Gegensatz dazu war Irland der einzige EU-Mitgliedstaat, der zwischen 2005 und 2013 eine Zunahme der Zahl seiner landwirtschaftlichen Betriebe aufwies, und zwar von durchschnittlich 0,6 % pro Jahr, was rund 7 000 zusätzlichen Höfen entspricht.

Einschließlich Kroatien melden die Statistiker für das Jahr 2013 für die Gemeinschaft rund 10 Millionen landwirtschaftliche Betriebe. Die meisten von ihnen, allerdings mit sehr geringer durchschnittlicher Größe, befinden sich in Rumänien. Auf das südosteuropäische Land entfielen 2013 ein Drittel aller Bauernhöfe in der EU. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche der EU-28 blieb im Berichtszeitraum in etwa stabil und belief sich auf 174,6 Mio ha. Dementsprechend stieg die mittlere Betriebsgröße weiter an. Auf Frankreich entfiel 2013 ein Anteil von 15,9 % an der insgesamt in der EU landwirtschaftlich genutzten Fläche, gefolgt von Spanien mit 13,3 %, Großbritannien mit 9,9 % und Deutschland mit 9,6 %.

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