28.12.2018 08:38
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Europa
JEFTA kann in Kraft treten
Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan (JEFTA) kann jetzt auch formell zum 1. Februar kommenden Jahres in Kraft treten.

Vor allem der europäischen Landwirtschaft wird darin eine Reihe von Handelserleichterungen eingeräumt. Mit der Billigung des Freihandelsvertrages durch die EU-Mitgliedstaaten vergangene Woche in Brüssel hat dieser auch die letzte Hürde genommen.

Das Europaparlament sowie die japanische Legislative hatten bereits in den Wochen zuvor für JEFTA gestimmt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wertete die Zustimmung durch den Rat als ein wichtiges Signal für freien, fairen und regelbasierten Handel. Der CDU-Politiker hob hervor, dass durch JEFTA ein Großteil der Zölle und eine Reihe von Regulierungshemmnissen beseitigt würden.

So öffne sich der japanische Markt mit seinen 127 Millionen Verbrauchern unter anderem für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse der EU, beispielweise für Wein, Käse, Rind- und Schweinefleisch. Altmaier erklärte zudem, dass das Abkommen 635 Millionen Menschen und fast ein Drittel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) verbinde.

Ebenso setze der Vertrag moderne Standards und Regeln, insbesondere in Verbraucher-, Umwelt- und Sozialfragen. Auch ein Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommen sei enthalten. Zugleich hob der Ressortchef die sehr engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan hervor.

So sei Japan nach China der zweitwichtigste Handelspartner Deutschlands im Asien-Pazifikraum, während Deutschland Japans wichtigster Handelspartner innerhalb der EU sei. Laut dem Wirtschaftsministerium ist das beiderseitige Handelsvolumen seit 2009 stetig gewachsen.

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