9.09.2013 09:23
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/Reuters
Weissrussland/Russland
Kali-Streit: Putin fordert Lösung
Russlands Präsident Wladimir Putin drängt auf eine Lösung im Kali-Streit mit Weissrussland. Es sei nötig, den Konflikt beizulegen und eine Eskalation des Streits zu vermeiden, sagte Putin am Freitag am Rande des G20-Gipfels in St. Petersburg.

Mit Weissrusslands Präsident Alexander Lukaschenko habe er die Angelegenheit noch nicht besprochen. «Wir wollen das Problem lösen und es nicht in eine Sackgasse treiben - was sehr leicht möglich ist, wenn wir einen Wirbel darum machen», sagte Putin vor Journalisten. 

Der Sprecher des russischen Präsidenten hatte zuvor am Freitag gesagt, dass Russland erst alle Vorwürfe gegen Uralkali prüfen müsse, bevor Schlüsse zu ziehen seien. Das aus Salzmineralen gewonnene Kali wird vor allem zur Herstellung von Düngemitteln verwendet. 

Entbrannt war der Konflikt im Juli am Ausstieg des russischen Kaliproduzenten Uralkali aus dem gemeinsamen Handelskonsortium BPC mit der weissrussischen Staatsfirma Belaruskali. Uralkali und Belaruskali waren acht Jahre lang Partner bei BPC, das für 43 Prozent der weltweiten Kali-Exporte verantwortlich zeichnete. Der Streit hatte sich Ende August zugespitzt, als Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner überraschend in Weissrussland festgenommen wurde. 

Weissrussland trifft das Aus für die Kali-Allianz besonders empfindlich, da das Düngemittel einer der wichtigsten Devisenbringer für das Land ist. Kali macht in Weissrussland, das von Präsident Lukaschenko seit 1994 mit harter Hand regiert wird, immerhin rund zehn Prozent aller Exporte aus und trägt zwölf Prozent zu den Einnahmen des Staates bei.

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