5.12.2013 16:48
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Kartoffeln: Französische und britische Bauern mit höheren Erträgen
Infolge der Ausweitung der Anbaufläche im Frühjahr und höherer Erträge ist die Kartoffelernte in Frankreich 2013 nach dem schwachen Vorjahr wieder besser ausgefallen. Die Kartoffelabteilung der britischen Absatzförderungsorganisation für Landwirtschaft und Gartenbau (AHDB/PC) geht davon aus, dass die diesjährige Knollenernte die Vorjahresmenge deutlich übertrifft.

Laut Angaben des Fachverbandes der Kartoffelproduzenten (UNPT) und des interprofessionellen Kartoffelausschusses (CNIPT) kletterte das diesjährige Ernteaufkommen gegenüber 2012 um 11,6% auf 5,24 Mio. t, gegenüber dem fünfjährigen Mittel ist das ein Plus um 8,1%.

Die Fachleute erklären dieses Ergebnis mit einer gegenüber demVorjahr um 3,4% grösseren Anbaufläche auf nunmehr 117'150 ha und einer Ertragssteigerung in Höhe von knapp 8% auf 44,7 t/ha. Den weiteren Angaben zufolge wurde in nahezu allen Erzeugerregionen eine bessere Kartoffelernte registriert, allen voran in den wichtigsten Anbaugebieten Nord-Pas-de-Calais und in der Picardie, und zwar um 25,4% auf 2,8 Mio. t beziehungsweise um 8,6% auf 1,27 Mio. t.

In ihrer aktuellen (vorläufigen) Schätzung veranschlagte die PC das Aufkommen in Grossbritannien auf 5,5 Mio t. Im vergangenen Jahr hatten die Farmer nur 4,5 Mio. t gerodet. Die Missernte von 2012 war die Folge des kalten und nassen Wetters gewesen, das die Erträge kräftig gedrückt hatte. Um den dadurch entstehenden Nachfrageüberhang auszugleichen, waren die britischen Importe an Frischkartoffeln im Vorjahresvergleich auf rund 700'000 t verdreifacht worden.

Dies hatte in den wichtigen nordwesteuropäischen Erzeugerländern Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien zu einer Preishausse am Kartoffelmarkt beigetragen. Die britischen Marktexperten wiesen allerdings darauf hin, dass sich die diesjährige Ernte immer noch unter dem Niveau der drei Anbauzyklen vor 2012 bewegen werde: 2009 wurden 6,2 Mio. t geerntet, 2010 waren es 5,8 Mio. t und 2011 dann 4,1 Mio. t.

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