11.12.2016 12:07
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
Klimaschutzgegner soll US-Umweltschutzbehörde leiten
Der designierte US-Präsident Donald Trump will den republikanischen Justizminister von Oklahoma, Scott Pruitt, zum Leiter der US-Umweltschutzbehörde (EPA) machen. Das kündigte Trump am vergangenen Mittwoch auf seiner „facebook“-Seite an. Pruitt gilt als Gegner der bisherigen US-Klimaschutzpolitik mit offenen Ohren für die Anliegen der Rohöl- und Kohlelobby.

Laut Trump hat die EPA zu lange Steuergeld für eine außer Kontrolle geratene Anti-Energie-Agenda ausgegeben und damit Millionen an Arbeitsplätzen zerstört. Dabei sei auch die Position der Landwirte geschwächt worden, hob Trump hervor. Diesen Trend werde Pruitt umkehren und dafür sorgen, dass die EPA ihre eigentliche Aufgabe, die Reinhaltung von Luft und Wasser, erfülle.

Der US-Bauernverband (AFBF) begrüßte die Nominierung mit der Hoffnung, dass der 48-Jährige für fairere Umweltschutzbestimmungen sorgen werde. Hier habe die EPA nämlich in den vergangenen Jahren überzogen, sagte AFBF-Präsident Zippy Duvall. Die Umweltbehörde legt unter anderem auch die obligatorischen Beimischungsmengen von Biokraftstoffen über die „Renewable Fuel Standards“ ( RFS) fest.

Dabei wurden zuletzt relativ hohe Beimischungsvolumen vorgeschieben. Der Verband der US-Bioethanolproduzenten, Growth Energy, forderte Pruitt auf, Trumps angeblich starkes Bekenntnis zum RFS mitzutragen. Ziel sei es, noch mehr Ethanol in das Kraftstoffangebot zu integrieren. „Amerikas Ethanolindustrie hat sich intensiv dafür eingesetzt, Trump ins Weiße Haus zu bringen und wird sein Engagement zur Gewährleistung der heimischen Energieversorgungssicherheit weiterhin unterstützen“, erklärte die Geschäftsführerin von Growth Energy, Emily Skor.

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