22.10.2013 09:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/dpa
Bolivien
Kokabauern töten Uniformierte
Bei der Zerstörung illegaler Koka-Plantagen in Bolivien sind vier Uniformierte in einem Hinterhalt geraten. Sie wurden von Kokabauern und Drogenhändlern getötet, wie Innenminister Carlos Romero am Montagabend erklärte.

Die Gruppe von Militärs und Polizisten, die unbewaffnet in der Umgebung der nordbolivianischen Ortschaft Apolo im Einsatz waren, sei am Wochenende aus dem Hinterhalt angegriffen worden. Die Kokabauern seien mutmasslich von peruanischen Drogenhändlern unterstützt worden, erklärte Romero.  

Bei dem Vorfall am Samstag 200 Kilometer nördlich von La Paz seien 29 Menschen verletzt worden, unter ihnen 14 mit Schusswunden. Zehn Menschen seien festgenommen worden.

Die Koka-Anbaufläche in Bolivien schrumpfte 2012 nach Angaben der UNO-Drogenbehörde UNODC um 7 Prozent auf 25'300 Hektar, von denen 12'000 Hektar legal angebaut werden, um den Markt des traditionellen Kokablätter-Kauens zu beliefern.  

Die illegalen Plantagen werden von Sondereinheiten zerstört. Die bolivianische Regierung bietet den Bauern alternative Anbau-Produkte an, stösst aber in manchen Fällen auf Widerstand.

 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE