6.06.2016 10:52
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Unwetter
Landwirtschaft erleidet Schäden durch Unwetter
In Österreich, Frankreich und den Niederlanden haben Unwetter regional zu erheblichen Schäden auch in der Landwirtschaft geführt. In Österreich führen Hagelschauer für die Landwirte zu Schäden. In Frankreich und in den Niederlanden setzen ergiebige Regenfälle den landwirtschaftlichen Flächen zu.

In Österreich, wo es bereits im April durch Frost und Schnee zu grossen Schäden gekommen war, läuteten Ende Mai schwere Unwetter in Niederösterreich und dem Burgenland die diesjährige „Hagelsaison“ ein. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Österreich entstand dabei ein Gesamtschaden von rund 1,2 Mio Euro (1,32 Mio. Fr.).

A: 4'000 ha von Hagel betroffen

Insgesamt sei eine Fläche von etwa 4'000 ha betroffen, vor allem Grünland sowie Bestände an Getreide, Mais, Raps und Soja. Dieses Ereignis mache wieder deutlich, wie verletzbar die Landwirtschaft sei, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger. Der Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Michael Staudinger, hob hervor, dass es natürlich schon immer Hagelunwetter gegeben habe.

Diese träten jedoch in letzter Zeit immer häufiger auf und verursachten speziell im Agrarsektor enorme Schäden. Auffällig sei dabei auch, dass die Grösse der Hagelkörner zugenommen habe und damit verbunden die Stärke und Intensität des Aufpralls.

F: Überschwemmungen

In mehreren Regionen Frankreichs sorgten starke Regenfälle Mitte vergangener Woche für erhebliche Überschwemmungen auch von landwirtschaftlichen Flächen. Besonders betroffen waren Gebiete in Zentralfrankeich, vor allem in der RegionÎle-de-France. Neben Getreide und Raps wurden auch Gemüse - und Obstflächen sowie Grünland in Mitleidenschaft gezogen.

Der Bauernverband im Déparatement Île-de-France (FDSEA) sowie die dortige Junglandwirteorganisation und die Landwirtschaftskammer forderten die Behörden auf, den Ausnahmezustand zu erklären. Bereits zuvor hatte Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll den Landwirten staatliche Unterstützung zugesagt und versprochen, alles Notwendige zu tun, um möglichst schnell das Ausmass der Schäden zu beziffern.

Zudemhabe er die Behörden aufgefordert, alles in die Wege zu leiten, um eine Übernahme der Zerstörungen durch den nationalen Fonds für das Management landwirtschaftlicher Risiken (FNGRA) zu ermöglichen, erklärte Le Foll.

NL: Schäden noch nicht bezifferbar

Auch in den Niederlanden beklagt die Landwirtschaft Schäden durch starke Niederschläge. Betroffen ist der Südosten des Landes. Mancherorts sei innerhalb von 48 Stunden mehr als 100 l Regen pro Quadratmeter gefallen, berichteten holländische Medien am vergangenen Freitag.

Besonders in Mitleidenschaft gezogen worden seien Felder mit Zwiebeln, Kartoffeln, Rüben und Mais. Die Schadenssumme konnte noch nicht beziffert werden.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE