13.11.2013 09:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Polen
Maisimporte - Polnische Bauern fordern Massnahmen
Die Landwirte in Polen haben ihren Unmut über Maislieferungen aus der Ukraine zum Ausdruck gebracht und fordern von der Regierung Gegenmassnahmen.

Der Verband der Getreideproduzenten (PZPRZ) beklagte in einem am vergangener Woche veröffentlichten offenen Brief, dass der Maisimport aus dem östlichen Nachbarland „zu einem Preisverfall unter das Niveau der Produktionskosten in Polen“ führe. Der ukrainische Mais werde für umgerechnet knapp 127 Euro/t (156 Fr./t) und gut 136 Euro/t (167 Fr./t) nasseWare verkauft, berichtete der PZPRZ.

Viele polnische Bauern hätten nicht die Möglichkeit, ihre Ernte zu lagern und seien zu einem Verkauf zu solch niedrigen Erlösen gezwungen. „Wir weisen darauf hin, dass ein funktionierender Getreidemarkt nicht nur für viele Beschäftigte, sondern auch für die Sicherheit unseres Landes in Ernährungsfragen entscheidend ist“, betonte der Verband. Laut Angaben der Agrarsektion der Gewerkschaft „Solidarnosc“ wurde eine ukrainische Maispartie sogar für nur etwa 96 Euro/t (118 Fr./t) nasse Ware verkauft.

Der ukrainische Mais müsse mit einem Zoll belegt werden, forderte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Jerzy Chroscikowski in einem Gespräch mit der Zeitung „Rzeczpospolita“. Der ersten amtlichen Erntschätzung zufolge blieb die diesjährige polnische Körnermaisernte trotz deutlich grösserer Anbaufläche mit etwas mehr als 3,9 Mio. t um gut 2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

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