12.12.2017 17:30
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Dänemark
Mega-Bauernhof zwangsversteigert
Einer der grössten Milchviehbetriebe in Dänemark wurde am Dienstag versteigert. Zum Betrieb gehören 1100 Milchkühe und 1000 Hektar Land. Für den Betrieb ging ein einziges Gebot in der Höhe von 141 Millionen Kronen (22 Millionen Franken) ein.

Die Dimensionen des Hofs «Tinghøjgaard» sind für Schweizer Verhältnisse gewaltig. Zum Betrieb zwisxchen Randers und Aalborg gehören 14 Gebäude, 1100 Milchkühe und 1000 Hektaren Land.

Gemäss einem Bericht von shz.de bewirtschafteten bis im März 2017 Bøje Pedersen, seine Frau und die beiden Söhne das Gut. Pedersen ist Vorsitzender der Landwirtschaftsschule für Nordjütland sowie Mitglied bei Agri Nord. Das ist ein Unternehmen, das Landwirte unter anderem in Sachen Ökonomie unterrichtet.

Im Frühling jedoch musste der Betrieb Konkurs anmelden. Es wurde spekuliert, dass Interessenten aus Schweden, Deutschland und den Niederlanden «Tinghøjgaard» übernehmen könnten. Doch diesen blieben bei der Zwangsversteigerung fern.

Für den Betrieb wurden 172 Millionen Kronen (27 Millionen Franken) veranschlagt. Schlussendlich ging nur ein Angebot der Mitgläubigerbank Nykredit in der Höhe von 141 Millionen Kronen (22 Millionen Franken) ein. Gemäss der Zeitung «Berlingske» lasten auf dem Familienbetrieb Schulden in der Höhe von knapp 27 Millionen Euro (31.5 Millionen Franken). Der Niedergang von «Tinghøjgaard» ist einer der grössten Konkurse in der dänischen Landwirtschaftsgeschichte. Nykredit geht davon aus, den Grossteil der Summe wieder zu erhalten.

Gemäss dem Artikel von shz.de haben weitere grosse dänische Landwirtschaftsbetriebe in diesem Jahr Konkurs anmelden müssen. So beispielsweise Bernhard Mortensen und der Milchproduzent Bart Pelgröm, der noch 2015 zum Landwirt des Jahres gewählt wurde. 

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