9.10.2013 09:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/dpa
APEC
Mehr Freihandel im Pazifikraum
Die USA, China und Japan wollen zusammen mit anderen Ländern neuen Schwung in den Abbau von Handelsbarrieren bringen. Die 21 Pazifikanrainerstaaten (APEC) einigten sich am Dienstag darauf, ihre Anstrengungen für die Liberalisierung des Handels zu verdoppeln.

Nach Angaben des indonesischen Handelsministers Gita Wirjawan wollen sie dabei «grünes Wachstum» zur Armutsbekämpfung besonders fördern. Das Augenmerk gilt Kleinbauern, die Agrarprodukte wie Palmöl in kleinem Rahmen nachhaltig und ohne Umweltbelastung anbauen. 

44 Prozent des Welthandels

«Wir haben volles Vertrauen in das Potenzial der wirtschaftlichen Entwicklung der Asien-Pazifik-Region und sind entschlossen, eine führende Rolle in globalen Aufschwung zu spielen», hiess es in der Abschlusserklärung des APEC-Gipfels auf Bali in Indonesien 

Die APEC-Länder machen zusammen 44 Prozent des Welthandels und 55 Prozent der Weltwirtschaftsleistung aus. Mit Ausnahme der USA waren alle Länder durch ihre Staats- und Regierungschefs vertreten. 

Weiter zum ASEAN-Gipfel  

US-Präsident Barack Obama hatte wegen der Haushaltskrise abgesagt. Viele Teilnehmer - darunter Chinas Präsident Xi Jinping, Russlands Präsident Wladimir Putin und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe, flogen direkt nach Brunei weiter, wo Mittwoch und Donnerstag die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) tagt.  

Auch dort fehlt Obama. Zwölf der 21 APEC-Staaten, darunter die USA und Japan, wollen bis Ende 2013 ein ehrgeiziges Freihandelsabkommen, die Transpazifische Partnerschaft (TPP) abschliessen.  

WTO nimmt neuen Anlauf  

Die APEC-Länder betonten ihre Unterstützung der multilateralen Welthandelsordnung. Im Dezember will die Welthandelsorganisation (WTO) auf Bali einen neuen Anlauf nehmen, um die seit zwölf Jahren laufende Doha-Handelsrunde abzuschliessen.  

Bei WTO-Abkommen werden alle WTO-Mitglieder gleich behandelt. Regionale Freihandelsabkommen gelten nur für Beteiligte.

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