10.07.2018 08:07
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Mehr Geld für Öko-Leistungen
Die französische Regierung will die ökologischen Leistungen der Landwirtschaft besser entlohnen. Umweltminister Nicolas Hulot präsentierte auf der ersten Sitzung des Biodiversitätsausschusses des Kabinetts am vergangenenMittwoch seinen Biodiversitätsplan und kündigte an, dass sein Ressort bis 2021 insgesamt 150 Mio Euro ( 174.6 Millionen Schweizer Franken) bereitstellen werde, um Massnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu vergüten.

Hulot erklärte, der Plan markiere den Auftakt einer „beispiellosen Mobilisierung der Regierung und der Akteure auf allen Ebenen, um dem Niedergang der heimischen Ökosysteme entgegenzuwirken“. Angesichts der Grösse diese Herausforderung müssten sich „jeder Franzose, jedes Unternehmen und alle Regionen“ engagieren.

Es gelte, den „Missbrauch der Natur“ zu stoppen. Premierminister Édouard Philippe bekräftigte die Absicht der Regierung. „Wir wollen die Landwirte für die Leistungen, die der Natur nützen, bezahlen“, so der französische Regierungschef. Die Anlage von Hecken beispielsweise nütze den Bauern nicht unmittelbar, komme jedoch allen und damit letztlich doch auch der Landwirtschaft zugute. Dieser Aspekt werde als „strukturierendes Element“ in die französische Position zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) einfliessen.

Dem Umweltminister zufolge sollen die zusätzlichen Gelder für die Entlohnung der Umweltleistungen über die Wasserbehörden, die bereits Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanzieren und beispielsweise an den Ökobeihilfen beteiligt sind, an die Landwirte fliessen. Insgesamt will das Umweltressort über einen Zeitraum von vier Jahren 600 Mio Euro (698.3 Millionen Schweizer Franken) für den Biodiversitätsplan bereitstellen.

Ein interministerieller Ausschuss soll die Fortschritte überwachen. Hulots Plan gliedert sich in sechs Achsen um den Schutz und die Wiederherstellung der Artenvielfalt. Ausser der Entlohnung der Landwirte und Massnahmen wie einem Verbot von Einweg-Strohhalmen ist auch der Kampf gegen den Flächenverbrauch vorgesehen. Geplant ist, in Abstimmung mit allen Akteuren die Netto-Bodenversiegelung auf Null zu bringen. Neben strengeren Vorschriften für Neubauten soll dazu insbesondere die Entsiegelung von ungenutzten und brachliegenden

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