7.03.2016 10:59
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Mehr Geld für russische Milchwirtschaft
Russland sieht sich weiter auf einem guten Weg, um durch Steigerung der eigenen Fleisch- und Milchproduktion die Einfuhr von ausländischen Produkten zurückdrängen zu können.

Der Landwirtschaftsminister der Russischen Föderation, Alexander Tkatschow, wertete es am Montag vergangener Woche beim Internationalen Forum "Milch- und Fleischindustrie im Jahr 2016" in Moskau als Erfolg, dass in den vergangenen fünf Jahren die durchschnittliche Milchleistung je Kuh um 20% gestiegen sei.

Erfolge in der Tierzucht und der Einsatz besserer Rassen hätten die Produktivität erhöht. Dadurch sei 2015 im Vorjahresvergleich die kommerzielle Milcherzeugung um 2% in den Landwirtschaftsbetrieben und um 6% in den Privatunternehmen gewachsen. Der Minister räumte gleichzeitig ein, dass aufgrund der Aufgabe von vielen Kleinstbetrieben der Kuhbestand insgesamt immer noch rückläufig sei und die Milchproduktion gebremst werde.

Laut Tkatschow wird die Milchwirtschaft in diesem Jahr rund 29 Mrd. Rbl (400 Mio. Fr.) als finanzielle Unterstützung erhalten. Das sind 80% mehr als 2015. Erhöht werde beispielsweise der Anteil bei der Erstattung von Investitionskosten in den Aufbau oder die Modernisierung von Milchproduktionseinheiten, und zwar von 20  auf 35 Prozent.

Im Rindfleischbereich beläuft sich nach Angaben des Ministers das Defizit zur Selbstversorgung auf etwa 800'000 t. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass in Zukunft durch eine bessere Genetik der Tiere und ein optimiertes Futtermanagement die heimische Rindfleischerzeugung um bis zu 400'000 t steigen könne.

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