28.09.2013 17:27
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Milch: Kieler Rohstoffwert auf Rekordniveau
Der vom Kieler Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft (ife) berechnete Rohstoffwert der Milch hat eine neue Rekordhöhe erreicht. Nach Angaben der Marktexperten aus Schleswig-Holstein lag der kalkulierte Wert für ein Kilogramm Standardmilch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiss im September 2013 bei 45,6 Cent (56,1 Rp.).

Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich der aus den Verkaufserlösen von Butter und Magermilchpulver abgeleitete Milchwert damit um 0,7 Cent/kg oder 1,6 %. Das Vorjahresniveau wurde sehr viel deutlicher übertroffen, und zwar um 11,5 Cent/kg (14 Rp.) (+34%). Grund für den siebten Anstieg in diesem Jahr waren die zuletzt erneut verbesserten Verwertungsmöglichkeiten der Milch über Magermilchpulver und Butter.

Den Kieler Marktanalysten zufolge stieg die durchschnittliche Magermilchpulvernotierung von August 2013 bis September 2013 um 3,10 Euro/100 kg (+1,0%) (3,80 Fr./100 kg) auf 323,60 Euro/100 kg (398 Fr.). Umgerechnet auf die in der Pulverherstellung eingesetzte Milch ergab sich eine um knapp 0,5 Cent/kg auf 28,3 Cent/kg (34,8 Rp.) verbesserte Verwertung.

Etwas verhaltener fiel die Preisbefestigung am Fettmarkt aus: Die durchschnittliche Butternotierung belief sich im September auf 427,20 Euro/100kg (525,45 Fr./100kg). Das waren 6,80 Euro (8,35 Fr.) oder 1,6 % mehr als im Vormonat. Dadurch erhöhte sich die Verwertung der verwendeten Rohmilch über die Fettkomponente binnen Monatsfrist um fast 0,3 Cent/kg auf 18,8 Cent/kg /23,1 Rp.).
Fasst man beide Wertkomponenten zusammen, belief sich der Milchwert frei Rampe Molkerei im September auf rund 47,0 Cent/kg (57,8 Rp./kg). Nach Abzug der unterstellten Erfassungskosten von 1,4 Cent/kg hatte die Milch auf Produzentenstufe theoretisch einen Wert von 45,6 Cent/kg (56,1 Rp.).

Das ife wies jedoch darauf hin, dass der Rohstoffwert in der Regel nicht dem Auszahlungspreis einer Molkerei entspreche, da beispielsweise Käse und Frischmilchprodukte nicht in der Kalkulation enthalten seien und zudem längerfristige Lieferkontrakte mit festen Preisvereinbarungen zwischen Herstellern und Abnehmern unberücksichtigt blieben.

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