8.06.2014 06:59
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchmarkt
Milchpreise an den internationalen Märkten geben weiter nach
Im globalen Handel mit Molkereiprodukten geht es mit den Preisen weiter bergab. Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) kam es am Dienstag vergangener Woche bei mehreren Standarderzeugnissen zu erneuten Wertkorrekturen nach unten.

Der zusammenfassende Preisindex für alle gehandelten Milchprodukte gab gegenüber der vorherigen Handelsrunde von Mitte Mai um 4,2 % nach; der vergleichbare Vorjahreswert wurde um 17 % unterschritten. Das vom Handelsvolumen her wichtige Produkt Vollmilchpulver erlöste über alle Kontraktlaufzeiten hinweg 3 594 $/t (2 642 Euro); das entsprach einem Minus von 8,5 % gegenüber der Auktion vor zwei Wochen. So günstig konnten die Kunden die Ware zuletzt Anfang Februar 2013 einkaufen.

Spürbare Preisabschläge verzeichneten auch Kasein mit 10,2 % und wasserfreies Milchfett mit 5,0 %. Dagegen konnten sich die Preise für Butter beim jüngsten Auktionstermin mit 3 634 $/t (2 671 Euro) in etwa auf dem Niveau von Mitte Mai behaupten. Noch besser lief es für die Anbieter von Magermilchpulver: Nach sechs aufeinanderfolgenden Handelsrunden mit nachgebenden Preisen konnten die Hersteller die Ware diesmal wieder etwas teurer verkaufen.

Über alle Kontraktlaufzeiten hinweg ließen sich für Magermilchpulver verschiedener Qualitätsstufen im Schnitt 3 863 $/t (2 839 Euro) erzielen; das waren 2,1 % mehr als vor zwei Wochen. Während die Kunden dabei für Lieferungen im Juli und August bereit waren, Aufschläge zu zahlen, gaben die Magermilchpulverpreise für die Termine September bis Dezember im Vergleich zur vorherigen Auktion leicht nach.

Größter Gewinner an der GDT war Anfang Juni Cheddarkäse. Dieser wurde im Mittel aller Kontraktlaufzeiten mit 4 236 $/t (3 113 Euro) gehandelt; damit mussten die Käufer 8,0 % mehr bezahlen als beim Handelstermin Mitte Mai. Der prozentuale Zuwachs bezog sich allerdings nur auf den August-Kontrakt, da es bei den anderen Lieferterminen wegen zuletzt fehlender Umsätze keine Vergleichswerte gab.

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