6.02.2017 09:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ozeanien
Milchproduktion gesunken
Die Farmer in Ozeanien haben im vergangenen Jahr ihre Milchproduktion infolge der niedrigen Produzentenpreise merklich eingeschränkt. Auch in Neuseeland bildete sich die Milchproduktion zurück.

Nach Angaben des Branchenverbandes „Dairy Australia“ ging die Milcherzeugung „Down Under“ gegenüber 2015 um 651'000 t oder 6,7 % auf 9,07 Mio. t zurück. Das war das niedrigste Niveau seit 2013. Neben den niedrigen Milchpreisen in der ersten Jahreshälfte 2016 beeinträchtigten zudem Überflutungen die Erzeugung in Tasmanien.

In anderen Regionen des Landes kämpften die Milchbauern hingegen mit den Folgen von Trockenheit. Für das noch bis Juni laufende Wirtschaftsjahr 2016/17 wird ebenfalls ein spürbarer Rückgang der Produktion erwartet, der bei etwa 5% liegen dürfte. Von Juli bis Oktober 2016 bewegten sich die Milchanlieferungen um mehr als 10 % unter den Werten der Vorjahresmonate. Im Dezember war zuletzt ein Minus von 4,1 % festgestellt worden.

Im benachbarten Neuseeland fiel im vergangenen Jahr der Rückgang der Milchproduktion dagegen weniger deutlich aus. Laut Daten des neuseeländischen Molkereiverbandes (DCANZ) wurden 2016 insgesamt 21,17 Mio. t Milch erzeugt, das waren 363'000 t oder 1,7 % weniger als im Vorjahr. Aufgrund der geringeren Anlieferungen und etwas niedrigerer Gehalte an Fett und Eiweiss konnten die neuseeländischen Molkereien weniger Inhaltsstoffe verarbeiten.

Der Anfall von Milchfeststoffen für die Produktion von Milchprodukten ging gegenüber 2015 um 38'272 t oder 2,1% auf 1,82 Mio t zurück. Für die noch bis zum 31. Mai dieses Jahres laufende Saison 2016/17 erwartet der Molkereikonzern Fonterra einen Rückgang der Milchanlieferungen um 6% im Vergleich zum vorherigen Milchwirtschaftsjahr.

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