15.02.2015 18:44
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ozeanien
Milchrekord in Ozeanien
Die Milchbauern in Neuseeland und Australien haben im vergangenen Jahr ihre Produktion spürbar ausgedehnt und teilweise neue Produktionsrekorde aufgestellt.

Laut aktuellen Angaben des neuseeländischen Molkereiverbandes (DCANZ) stieg die dortige Milcherzeugung gegenüber 2013 um fast 1,7 Mio t oder 8,4% auf den neuen Rekordwert von 21,8 Mio. t. Die in der Rohmilch enthaltenen Inhaltsstoffe summierten sich auf gut 1,88 Mio. kg. Das waren rund 171'000 t oder 10 % mehr als in der vorangegangenen Saison. Ein günstiger Witterungsverlauf und hervorragende Weidebedingungen haben Marktanalysten zufolge 2014 die Milchmengen in die Höhe schiessen lassen.

Gedämpfter fiel der Produktionsanstieg im vergangenen Jahr in Australien aus. Die dortigen Farmer erhöhten ihre Produktion laut Daten des Branchenverbandes Dairy Australia im Vergleich zu 2013 um 3,6% auf 9,37 Mio. t. Das reichte allerdings nicht für einem neuen Höchstwert, denn um die Jahrtausendwende herum lag die Produktion bei mehr als 10 Mio. t. Aufgrund des sehr trockenen Sommers in diesem Jahr wurde kürzlich für mehrere Regionen in den beiden Ländern offiziell der „Dürrefall“ ausgerufen.

Die schlechtere Futtergrundlage auf den Weiden dürfte einem weiteren Produktionsanstieg deshalb erst einmal einen Riegel vorschieben. Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hatte bereits Ende Januar aufgrund der Trockenheit seine Prognose für die Milcherzeugung nach unten korrigiert. Er rechnet in der noch bis Ende Mai laufenden Saison 2014/15 gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr mit einem Rückgang des Rohstoffeingangs um 3,3% auf 1,53 Mrd. kg Milchfeststoffe.

In einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Prognose von Dairy Australia wird dürrebedingt in den kommenden Monaten ebenfalls von einer Beeinträchtigung der Milchproduktion ausgegangen. Aufgrund der Produktionszuwächse in der ersten Saisonhälfte wird für das gesamte Wirtschaftsjahr 2014/15 in Australien jedoch eine Milchproduktion zwischen 9,3 Mio. t und 9,5 Mio. t erwartet; das wären etwa 2% mehr als 2013/14.

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