31.05.2015 07:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Milchsuperabgabe von 441 Millionen Euro erwartet
Die Europäische Kommission rechnet derzeit damit, dass die EU-Milcherzeuger für das letzte Quotenjahr 2014/15 rund 441 Mio Euro Superabgabe zahlen müssen. Das geht aus dem Entwurf für den EU-Haushalt 2016 hervor, den die Brüsseler Behörde vergangene Woche präsentierte.

Dort ist diese Summe als wahrscheinliche Zusatzeinnahme verbucht. Im vorangegangenen Jahr wurden insgesamt 409 Mio Euro fällig, darunter 164 Mio Euro für deutsche Erzeuger. Die Kommission geht davon aus, dass die Überlieferungen diesmal höher ausgefallen sind. Auf Anfrage hieß es, bei den 441 Mio Euro handle es sich um eine konservative Schätzung. Der tatsächliche Betrag werde erst im Herbst feststehen.

Für die nächste Runde der Direktzahlungen veranschlagt die Brüsseler Behörde im EU-Haushalt 2016 Mittel in Höhe von 40,536 Mrd Euro; das sind 372 Mio Euro weniger als 2015. Zurückgeführt wird dies insbesondere auf Umschichtungen in die ländliche Entwicklung. Von der Summe werden 442 Mio Euro als Krisenreserve einbehalten. Für Marktmaßnahmen stehen 2,215 Mrd Euro zur Verfügung, 186 Mio Euro weniger als im laufenden Haushaltsjahr. Die Kommission begründet dies mit einer eher positiven Marktlage.

Im Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sind für das Eingehen neuer Verpflichtungen rechnerisch 18,676 Mrd Euro vorgesehen, 2,8 % mehr als 2015. Für das Begleichen von Rechnungen schlägt die Kommission einen Betrag von 11,866 Mrd Euro vor; das sind sogar 6,3 % mehr als im laufenden Haushaltsjahr.

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