16.08.2015 07:38
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Milchverarbeiter zahlen höhere Milchpreise
Die führenden Molkereien in der Europäischen Union haben im Juni 2015 eine unterschiedliche Strategie bei den Milchauszahlungspreisen gefahren.

 Während sich vor allem französische Erzeuger über saisonale Zuschläge freuen konnten, wurde andernorts das Milchgeld weiter gekürzt. Im Durchschnitt zahlten die 16 im Preisvergleich des niederländischen Bauernverbandes (LTO) berücksichtigten Molkereiunternehmen für eine Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Juni 30,6 Cent/kg; das waren 0,2 Cent oder 0,6 % weniger als im Vormonat.

Damit habe sich zwar der Milchpreisverfall verlangsamt, doch bleibe die saisonal übliche Befestigung aus und die Erzeuger erhielten im Vorjahresvergleich 8,4 Cent/kg beziehungsweise 21,6 % weniger Geld für ihren Rohstoff, erläuterte der LTO. Dieser wies aber auch darauf hin, dass im Sommer 2009 die Milchpreise mit rund 25 Cent/kg auf einem noch viel tieferen Niveau gelegen hätten.

Lediglich sechs der 16 untersuchten Unternehmen haben laut LTO das Milchgeld im Juni gegenüber dem Vormonat angehoben, die Hälfte davon mit Sitz in Frankreich. Bei Bongrain stieg das Milchgeld um 2,0 Cent auf 34,0 Cent/kg; Danone zahlte mit 33,1 Cent/kg den Lieferanten 0,9 Cent mehr Geld, und Sodial hob den Milchpreis um 0,2 Cent auf 32,2 Cent/kg an. Darin noch nicht enthalten sind etwaige Zuschläge, die laut einer Branchenvereinbarung mit dem Handel ab August den Erzeugern gezahlt werden sollen, um den Auszahlungspreis auf einem Niveau von 34 Cent/kg Milch zu stabilisieren. Neben den französischen Molkereien kam es auch bei Dairy Crest und First Milk in Großbritannien im Juni zu leichten Preisanpassungen nach oben; die finnische Hämeeenlinnan vergütete den Rohstoff ebenfalls höher, und zwar um 2,0 Cent auf 37,8 Cent/kg.

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