2.08.2013 13:53
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Italien
Mülldeponien verseuchen Wasser - Regierung will handeln
Nachdem weitere illegale Mülldeponien und verseuchte Brunnen in der Nähe von Neapel entdeckt wurden, will Italien mit schärferen Massnahmen als bisher gegen das Problem vorgehen.

Landwirtschaftsministerin Nunzia De Girolamo kündigte in der vergangenen Woche an, eine Sondereinsatztruppe der dem Ministerium unterstellten Forstpolizei zu bilden. Die Task Force solle die Kontrollen in der Region verstärken, unter anderem durch den Einsatz von Überwachungskameras, „bis man die Schuldigen gefunden habe“. Außerdem will sich De Girolamo an das Ministerium für Inneres und an das Justizressort wenden, damit die Strafen im Bereich der Umweltkriminalität erhöht werden. Geldstrafen seien hier nicht ausreichend.

Als weitere anstehende Aufgabe nannte die Ministerin die Reinigung der verseuchten Flächen. Die Areale müssten genau definiert und abgegrenzt werden. Hier will das Agrarressort eng mit Umwelt- und Gesundheitsministerium zusammenarbeiten. De Girolamo betonte, die Massnahmen müssten so ausgestaltet werden, dass die Landwirte möglichst wenig behindert würden.

Zur Finanzierung der nächsten Schritte will sich die Ministerin unter anderem auch an Brüssel wenden. Es sollte überdacht werden, ob Mittel, die eigentlich für Hilfen bei Naturkatastrophen gedacht seien, nicht auch für die Beseitigung von Umweltkatastrophen einsetzbar wären, zumal die Landwirte der Region einen vergleichbaren Schadensfall hätten, da sie ihre Produkte nicht verkaufen könnten.

Neapel und seine Umgebung sind immer wieder wegen des Müllproblems und der illegalen Müllentsorgung, in die die Mafia verwickelt sein soll, in den Schlagzeilen. Frühere Bekämpfungsansätze brachten nicht den ersehnten Erfolg.

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