30.01.2018 07:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Nafta
Nafta: Vorsichtiger Optimismus
In die festgefahrenen Verhandlungen über eine Reform des nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta ist etwas Bewegung gekommen.

«Wir haben endlich damit begonnen, über die Kernthemen zu sprechen, diese Runde war ein Schritt vorwärts», sagte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Montag nach Gesprächen mit der kanadischen Aussenministerin Chrystia Freeland und dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo. «Aber wir kommen nur sehr langsam voran», ergänzte Lighthizer.

Vorsichtig optimistisch

Auch Freeland äusserte sich vorsichtig optimistisch. Die harten Verhandlungen der drei Staaten trügen langsam Früchte, erklärte sie. Gerade bei Telekommunikation, technischen Handelshürden und Gesundheitsschutz seien gute Fortschritte erzielt worden. Zuvor hatte Kanada eine Reihe von Kompromissvorschlägen vorgelegt, um US-Forderungen entgegenzukommen.

Die bisher erreichten Ergebnisse reichten aus, um die Verhandlungen bald fortzusetzen, sagte auch der mexikanische Wirtschaftsminister. In der nächsten Runde gebe es aber noch erhebliche Herausforderungen, die überwunden werden müssten.

Geringe Fortschritte

Die sechste von insgesamt sieben bislang geplanten Verhandlungsrunden hatte in der vergangenen Woche in Montreal begonnen. Angesichts der geringen Fortschritte hatten Beobachter die Befürchtung geäussert, dass die USA die Gespräche abbrechen könnten. Die Verhandlungen sollten ursprünglich bis Ende März abgeschlossen sein. Vertreter der drei beteiligten Länder halten aber nun eine Verlängerung für möglich.

US-Präsident Donald Trump hat sich über die seit 1994 bestehende Vereinbarung immer wieder kritisch geäussert und mit einem Ausstieg gedroht. Das Abkommen benachteiligt seiner Ansicht nach vor allem die heimische Autoindustrie und kostet Arbeitsplätze in den USA. 

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