10.04.2017 06:39
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Norwegen
Norwegen und EU erleichtern Agrarhandel
Die Europäische Union und Norwegen haben eine Vereinbarung getroffen, die den bilateralen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen erleichtern soll. Wie die EU-Kommission am vergangenen Freitag mitteilte, können dadurch die EU-Exporteure ihre Position auf dem 8. grössten Exportmarkt für Agrarprodukte verstärken.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan begrüsste das Abkommen sowie die daraus resultierenden Erleichterungen im Agrarhandel für beide Seiten. Daraus ergäben sich mehr Marktchancen für die EU-Produzenten und eine Fortsetzung der Erfolge im Agrarexport. Die EU lag 2016 laut Hogan bei den Ausfuhren von Agrargütern weltweit auf dem Spitzenplatz. Das Handelsvolumen habe sich auf rund 130 Mrd. Euro (139 Mio. Fr.) belaufen.

Die nach zweijährigen Verhandlungen erzielte Einigung wird für 36 Produkte einen gegenseitigen zollfreien Zugang gewähren, darunter zum Beispiel für verschiedene Arten von lebenden Pflanzen, Futtermais, Beeren und fermentierte Getränke wie Birnenmost sowie für Apfelwein. Bei Produkten wie Fleisch, Milch, Getreide, Gemüse und Zierpflanzen werden die EU und Norwegen einander Zollkontingente gewähren.

Die Ausfuhren von EU-Agrarerzeugnissen nach Norwegen sind in den letzten zehn Jahren stetig gewachsen und haben sich in dieser Zeit auf 2,5 Mrd Euro (2.67 Mrd. Fr.) verdoppelt. Norwegen ist ein Nettoimporteur von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der EU. Nachdem der Rat, das Europäische Parlament sowie die norwegischen Institutionen ihre Zustimmung erteilt haben, kann das Abkommen offiziell in Kraft treten.

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