19.02.2017 10:41
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Österreich: 32 Kühe pro Betrieb
Die landwirtschaftlichen Tierhalter in Österreich hatten gegen Ende des vergangenen Jahres weniger Schweine und Rinder in ihren Ställen als zwölf Monate zuvor.

Wie Statistik Austria am vergangenen Mittwoch auf der Grundlage einer Stichprobenerhebung mitteilte, belief sich der Schweinebestand zum 1. Dezember 2016 auf 2,793 Millionen Tiere; das waren 52'650 Stück oder 1,9 % weniger als ein Jahr zuvor. Moderater fiel der Rückgang in der Rinderhaltung aus. Hier unterschritt der Gesamtbestand mit 1,954 Millionen Tieren das Vorjahresniveau lediglich um rund 3 200 Stück oder 0,2%.

Weniger Schweinebetriebe

In den Schweineställen verringerte sich nach Angaben der Wiener Statistiker der Ferkelbestand binnen Jahresfrist um 3,3 % auf 661'000 Tiere, wohingegen die Zahl der Jungschweine nur um 0,1 % auf 744'000 Stück zurückging. Unterschiedlich verlief die Entwicklung bei den Mastschweinen: Während hier der Bestand an Tieren in der Gewichtsklasse 50 kg bis weniger als 80 kg um 1,2 % auf 566'000 Stück aufgestockt wurde, gab es in der Gewichtsklasse von 80 kg bis unter 110 kg einen Rückgang um 5,5 % auf 458'000 Tiere. Die Zahl der mindestens 110 kg schweren Mastschweine verringerte sich um 0,2 % auf 124 000 Stück.

Auch der Bestand an Jungsauen wurde abgebaut, und zwar um 2,3 % auf 47'200 Tiere; bei den älteren Sauen verzeichneten die Statistiker ein Minus von 3,8 % auf 189'000 Stück. Die Zahl der Zuchteber wurde von den Schweinehaltern um 6,1 % auf 4'400 Tiere reduziert. Kräftig zurückgegangen ist laut der Hochrechnung der Statistiker, die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe, und zwar im Vorjahresvergleich um 7 % auf 24'224.

Im Schnitt 32 Rinder je Betrieb

Bei den Rindern wurde nach den Angaben von Statistik Austria im Segment der Tiere bis zu einem Lebensjahr im Vorjahresvergleich ein Bestandzuwachs von 1,2% auf 632'000 Stück verzeichnet. Der Bestand an ein bis unter zwei Jahre alten Rindern sank hingegen um 1,6% auf 432'000 Stück. Ein leichtes Plus wurde bei den Tieren ab zwei Jahre und älter verzeichnet; deren Zahl legte um 0,4 % auf 890'200 zu. Die Milchkuhherde wurde von den Landwirten aufgestockt; hier wurden mit 539'900 Stück rund 5'800 Tiere oder 1,1 % mehr gezählt als Ende 2015.

Die Zahl der rinderhaltenden Betriebe zum 1. Dezember 2016 wird von den Statistikern mit rund 60'600 angegeben; gegenüber der Vorjahreszählung haben etwa 1 200 Höfe die Rinderhaltung aufgegeben, was einem Minus von rund 2 % entsprach. Die durchschnittliche Bestandsdichte belief sich auf 32 Rinder je Betrieb. Deutlich ausgedehnt wurde 2016 in der Alpenrepublik die Schafhaltung. Gezählt wurden zum Stichtag insgesamt 378 400 Schafe; gegenüber der Vorjahreserhebung war das ein Plus von 7 %. Der Bestand an Ziegen wurde im Jahresvergleich sogar um 8 % auf 82 700 Tiere aufgestockt.

Mehr Hühner-Bruteier

Vorgelegt wurden von Statistik Austria vergangene Woche auch Zahlen aus dem Geflügelbereich. Demnach wurde von den meldepflichtigen Geflügelbrütereien für das Jahr 2016 eine Gesamteinlage von 124,5 Millionen Hühner-Bruteiern ausgewiesen; das waren 2,3 % mehr als 2015. Die Anzahl der eingelegten Bruteier bei Mastrassen erhöhte sich um 3,4 % auf 100,6 Millionen Stück, während bei den Legerassen ein Minus von 2,2 % auf 23,9 Millionen Eier registriert wurde. Ähnlich verhielt es sich bei den geschlüpften Küken.

Auch hier gab es bei den für Mastzwecke vorgesehenen Tieren einen Zuwachs, und zwar um 6,5 % auf 79,4 Millionen Stück. Bei den Küken für Legezwecke verzeichneten die Statistiker hingegen ein Minus von 8,5 % auf 18,5 Millionen Tiere. Zudem wurden 2016 in Österreich landesweit 83,4 Millionen Hühner in den meldepflichtigen Betrieben geschlachtet, womit der Vorjahreswert um 3,4 % übertroffen wurde. Die dabei anfallende Menge an Hühnerfleisch erreichte 107 200 t und lag damit um 4,7 % höher als im Jahr zuvor.

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