Mittwoch, 2. Dezember 2020
10.03.2013 10:55
Österreich

Österreichischer Bauernbund schlägt wegen Bodenspekulation Alarm

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Von: AgE

Der anhaltende Kauf von Ackerflächen durch Nicht-Landwirte hat nun auch den Österreichischen Bauernbund auf den Plan gerufen. Verbandspräsident Jakob Auer warnte Anfang März in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „trend“ vor einer Situation, „wo Bauern zu Leibeigenen ihrer Felder werden“.

Solange die Ackerflächen von Bauern bewirtschaftet würden, sei auch eine Versorgungmit regionalen Lebensmitteln und Grundprodukten garantiert, hob Auer hervor. Nur das sei „ein Schutz vor industrieller Grossproduktion, deren kriminelle Auswüchse wir aktuell am Beispiel der Pferdefleisch-Schieberei sehen“.

Nach Angaben des Bauernbundes sind in Österreich mittlerweile rund 30 Prozent der Agrarflächen in den Händen von Nicht-Landwirten. In einzelnen niederösterreichischen Gemeinden sollen es laut Medienberichten bereits bis zu 80 Prozent sein. Im vergangenen November hatte der Kauf eines Hofes durch die Erzdiözese Wien zu einem angeblich überhöhten Preis für Unruhe im landwirtschaftlichen Berufsstand gesorgt.

Seinerzeit hatten Vertreter der Diözese den höheren Preis damit begründet, dass „übliche Schwarzzahlungen“ nicht getätigt worden seien. Nun sieht sich der Bauernbund veranlasst, darauf zu reagieren. Ein Schreiben an den Wiener Kardinal Christoph Schönborn zur Klärung der Angelegenheit sei in Vorbereitung.

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