10.10.2016 18:23
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Globaler Milchmarkt
Preisdämpfer am globalen Milchmarkt
An der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) haben die Preise für Milcherzeugnisse bei der Auktion am Dienstag vergangener Woche ihre Aufwärtsentwicklung nicht fortsetzen können. Der zusammenfassende Index aller gehandelten Lieferkontrakte gab gegenüber der Versteigerung von Mitte September um 3% nach.

Zuvor war die Preismesszahl vier Mal in Folge gestiegen, um insgesamt gut 30%. Mitverantwortlich für das aktuelle Minus waren die Preisabschläge für Milchpulver.

So büsste das ausschliesslich von Fonterra angebotene Vollmilchpulver im Vergleich zur vorherigen Handelsrunde 3,8% an Wert ein und wurde im Schnitt aller Qualitäten und Liefertermine für 2'681 USD/t (2'632 Fr.) verkauft. Lediglich der Dezember-Kontrakt konnte das Preisniveau halten. Für die Fälligkeit Januar war indes mit 8,9% der stärkste Rückgang zu verzeichnen. Für Magermilchpulver gerieten bei der GDT-Auktion die Preise aller Liefertermine unter Druck. Im Schnitt verbilligte sich die Ware gegenüber der vorherigen Auktion um 3,9% auf 2'209 USD/t (2'169 Fr.). Gegenüber dem Jahrestiefstand von 1'658 $/t (1'628 Fr.) Mitte Mai hat sich das Pulver allerdings um rund ein Drittel verteuert.

Die ausschliesslich für Dezember angebotene Laktose verbuchte mit 9,7% auf 744 $/t (730 Fr.) bei der jüngsten Versteigerung den stärksten Preisabschlag, während Buttermilchpulver als einziges Produkt ein Preisplus verzeichnete, und zwar von 9,3%. Völlig unterschiedlich entwickelten sich die Erlöse für Butter. Während die Kunden für die Liefertermine November und Dezember bereit waren, Zuschläge von 7,2% beziehungsweise 5,7% zu zahlen, gaben die Preise für die Folgemonate im neuen Jahr nach.

Im Mittel lag der Butterpreis mit 3'891 $/t (3'820 Fr.) um 0,3 % unter dem Niveau der Auktion von Mitte September. Butterreinfett gab mit 1,0 % etwas stärker nach. Die Anbieter von Cheddarkäse erlösten mit 3'430 $/t (3'386 Fr.) im Schnitt 2,3 % weniger Geld als vor zweiWochen; jedoch mussten die Käufer für den Käse gut 6% mehr anlegen als vor einem Jahr.

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