7.09.2014 06:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchmarkt
Preissturz am Weltmilchmarkt setzt sich fort
Am globalen Markt für Milcherzeugnisse haben sich Standardprodukte erneut nur mit starken Abschlägen verkaufen lassen. Bei der Auktion an der internationalen Handelsbörse Global Dairy Trade (GDT) ging es am Dienstag vergangener Woche mit den Kursen aller dort gehandelten Erzeugnisse teilweise deutlich nach unten.

Der zusammenfassende Preisindex sank gegenüber der vorangegangenen Auktion von Mitte August um 6,0 %; seit Jahresbeginn hat der Index rund 44 % an Wert verloren. Bei der jüngsten Versteigerungsrunde standen die Preise für Buttermilchpulver und Labkasein am stärksten unter Druck; sie brachen um 12,9 % beziehungsweise 14,3 % ein. Das vom Handelsvolumen her wichtigere Vollmilchpulver ließ sich über Qualitäten und Lieferzeiten hinweg im Durchschnitt für 2 673 $/t (2 035 Euro) verkaufen; das waren 131 $ (100 Euro) oder 4,3 % weniger als Mitte August und nur noch halb so viel wie vor einem Jahr.

Weitgehend ohne weitere Preisabschläge konnte der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra allerdings zuletzt seine Vollmilchpulverkontrakte mit den Fälligkeiten im Februar und März 2015 am Markt platzieren; er erlöste dafür im Schnitt etwa 2 860 $/t (2 177 Euro). Deutliche Preiszugeständnisse mussten die insgesamt fünf Anbieter zuletzt wieder bei Magermilchpulver machen. Im Schnitt aller Kontrakte ging der betreffende Verkaufserlös an der GDT gegenüber der Handelsrunde von Mitte August um 9,5 % auf 2 600 $/t (1 979 Euro) zurück; im Vorjahresvergleich fehlten den Verkäufern damit 1 820 $/t (1 386 Euro) oder gut 40 %.

Eine weitere Wertkorrektur nach unten erfuhr auch Butter, und zwar um durchschnittlich 5,6 % auf 2 753 $/t (2 096 Euro). Maßgeblich dafür war der Abschlag für den Novemberkontrakt von 14,1 %; die späteren Liefertermine konnten dagegen ihr Preisniveau weitgehend halten. Cheddarkäse erlöste dagegen über alle Kontraktlaufzeiten weniger Geld und beendete die Auktion mit einer Durchschnittsnotierung von 3 275 $/t (2 493 Euro); das waren 4,9 % weniger als vor zwei Wochen und knapp ein Viertel weniger als vor genau einem Jahr.

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