7.09.2015 07:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Rumänien
R: 20% der Ackerfläche gehört Ausländern
Gut ein Fünftel der rumänischen Ackerfläche wird nicht von heimischen Bauern, sondern von Ausländern bewirtschaftet. Von dem 9,5 Mio. ha umfassenden Gesamtareal befinden sich nationalen Presseberichten zufolge fast 1 Mio. ha im Eigentum von Privatpersonen beziehungsweise juristischen Personen aus Italien, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Grossbritannien.

Weitere 1 Mio. ha würden von ihnen auf Leasingbasis oder aufgrund von Konzessionen bearbeitet. Die Landwirtschaft des Balkanlandes habe sich während der vergangenen zehn Jahre zu einem attraktiven Objekt für Auslandsinvestoren entwickelt, berichtet die Presse.

Den Anfang hätten Investoren aus Italien gemacht, die kleine Parzellen Ackerland für wenige hundert Euro erwarben, die Flächen konsolidierten und nun für 4'000 Euro/ha bis 5'000 Euro/ha wieder verkaufen würden, beispielsweise an andere Ausländer. In dem agrarwirtschaftlich besonders attraktiven westrumänischen Landkreis Timis erzielten Flächen in sehr guten Lagen einen Spitzenpreis bis zu 10'000 Euro/ha.

Die rumänische Wirtschaftszeitung „Capital“ listete beispielhaft ein Dutzend „global Player“ aus dem Ausland auf, die alle mehrere tausend Hektar Land bewirtschafteten, darunter die Unternehmensgruppe „Spearhead International“ mit 18'200 ha. Der Erwerb landwirtschaftlicher Grundstücke gilt in Rumänien indes eher als kompliziert. Die Abwicklung des Kaufs kann bis zu einem halben Jahr dauern. Je Hektar muss der Erwerber zusätzlich zum Kaufpreis als „Bearbeitungsgebühr“ zwischen 500 Euro und 1'000 Euro zahlen.

Die Expansion des Erwerbs von Agrarflächen und von Landwirtschaftsbetrieben in Rumänien durch Ausländer setze sich dennoch weiter fort, zitierte „Capital“ Bukarester Immobilienmakler.

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