26.02.2018 09:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Rumänien
R: Bodenpreise verdreifacht
Seit der Liberalisierung des rumänischen Bodenmarktes im Jahr 2014 haben sich die Preise für landwirtschaftliche Flächen in manchen Landesteilen verdoppelt bis verdreifacht.

Die Bukarester „Deutsche Allgemeine Zeitung“ bezifferte die Bandbreite der aktuellen Hektarpreise jetzt mit Verweis auf Angaben der zur Weltbankgruppe gehörenden Agricover Credit IFN auf 2'877 bis 11'508 Franken.

Demnach wurden in der fruchtbaren Donau-Tiefebene und in der Banater Heide im Südosten Rumäniens Höchstpreise für Ackerflächen erzielt. Die niedrigsten Hektarpreise sind zum Beispiel im ostrumänischen Landkreis Vaslui gezahlt worden.

44 Prozent gehören den Ausländern

Im vergangenen Jahr wechselten der Bank zufolge landesweit rund 100'000 ha Ackerfläche den Eigentümer oder den Besitzer. Das wären etwa 0,8 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Rumäniens.

Für das laufende Jahr werden ein noch höheres Handelsvolumen und eine durchschnittliche Verteuerung des Bodens um 10 % erwartet. Inzwischen befinden sich nach Angaben des rumänischen EU-Parlamentsabgeordneten Daniel Buda rund 5,4 Mio ha oder 43 % der gesamten Agrarfläche Rumäniens im Besitz oder Eigentum von Ausländern.

Strengere Vorgaben gefordert

Vor diesem Hintergrund plädiert der Politiker immer wieder für restriktivere Vorgaben für Nicht-Rumänen. Allerdings hat sich der Anteil des Landwirtschaftsareals, das sich in den Händen von Ausländern befindet, zumindest in den vergangenen anderthalb Jahren kaum verändert.

So wurde der betreffende Anteil in den rumänischen Medien und von landwirtschaftlichen Berufsverbänden schon 2016 mit bis zu 40 % angegeben. Der Verband der Agrarproduzenten Rumäniens (Lapar) hatte damals einen Anstieg bis zum Jahr 2020 auf bis zu 70 % befürchtet.

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