20.09.2015 13:08
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Rumänien
R: Landwirte pochen auf Dürrehilfen
Der rumänische Bauernverband LAPAR hält die bislang von der Politik in Aussicht gestellten Hilfen zum Ausgleich von Dürreschäden für nicht ausreichend. LAPAR-Präsident Laurentiu Baciu veranschlagte vergangene Woche die den Landwirten entstandenen Verluste durch Trockenheit auf umgerechnet 1 Mrd. Euro.

Vor dem Hintergrund der andauernden Diskussionen auch über EU-Hilfen verlangte Baciu in Bukarest, dass 70% der behördlich festgestellten Dürreschäden erstattet werden müssten - auch deshalb, weil die Landwirtschaftsbetriebe gegen solche Schäden überwiegend nicht versichert seien.

Die rumänische Regierung stellte bislang eine Entschädigung von umgerechnet rund 90 Euro/ha für Basiskulturen wie Mais und Sonnenblumen in Aussicht, etwas mehr für Schäden bei Kartoffel-, Zuckerrüben- und Gemüsekulturen. Ferner könnte der Erstattungssatz nach Betriebsgrösse variieren. Landwirtschaftsminister Daniel Constantin rechnet mit einem Gesamtbetrag für Entschädigungen wegen Dürre in Höhe von mehr als umgerechnet 112 Mio. Euro.

Aber nicht nur die Pflanzenproduzenten, auch die Tierhalter fordern von der Regierung eine Erstattung für Dürreverluste und kündigen gegebenenfalls Protestveranstaltungen an. Sie argumentieren, dass infolge der Trockenheit die Futterproduktion, insbesondere von Grünfutter und Gras, um 30% niedriger ausgefallen sei als in normalen Jahren. Von demHilfspaket der Europäischen Kommission im Gesamtumfang von 500 Mio. Euro, das auch Gelder für die Erstattung von Dürreschäden einschliesst, werden Rumäniens Landwirte 11,1 Mio. Euro erhalten.

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