16.12.2013 14:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Rumänien
Rumänien: Mehr als 400'000 Schweine pro Jahr nach China nicht möglich
Bei den mit China vereinbarten Lieferungen von Zucht- und Schlachttieren wird Rumänien schnell an Grenzen stossen.

Rumänien könnte gegenwärtig nicht mehr als 400'000 Schweine im Jahr in die Volksrepublik liefern, ohne die heimische Versorgung mit Schweinefleisch „ernsthaft zu beeinträchtigen“, stellte der frühere Agrarstaatssekretär und jetzige Bukarester Agrarmarktanalyst Mihai Lungu vergangene Woche in Bukarest klar.

Er wies ausserdem darauf hin, dass die rumänischen Schweineproduzenten nach jahrelangem Verbot ab Januar 2014 auch wieder den europäischen Binnenmarkt beliefern dürften. Um die von Peking genannten längerfristigen Importzahlen „von bis zu 4 Millionen Schweinen“ erfüllen zu können, würde Rumänien acht bis zehn Jahre sowie chinesische Investitionen von 1,5 Mrd. Euro (1,83 Mrd. Fr.) benötigen, erklärte Lungu.

Derweil hat die Bukarester Regierung einen interministeriellen Ausschuss für die Kontrolle und Überwachung der Lieferverpflichtungen eingerichtet, die Rumänien gegenüber China auf dem Wirtschafts- und Handelsforum „China - Zentral- und Osteuropa“ vertraglich übernommen hat. Dem Ausschuss gehören Landwirtschaftsminister Daniel Constantin und der Präsident der rumänischen Behörde für Veterinärfragen und Lebensmittelsicherheit (ANSVSA), Wladimir Manastireanu, an.

Der Ausschuss soll unter anderem den Export von Zuchttieren und von gefrorenem Schweinefleisch nach China protokollieren. Bereits im
kommenden Frühjahr werden dem Bukarester Agrarressort zufolge 8'000 Zuchtrinder nach China geliefert. Zuvor war von 5'000 Tieren
die Rede gewesen.

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