9.04.2013 10:18
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Rumänien
Rumänien: Wegen Dürre deutlich tiefere Ernteerträge
Die landwirtschaftlichen Betriebe in Rumänien haben im vergangenen Jahr aufgrund der Dürre deutlich weniger von den Feldern holen können als im Rekorderntejahr 2011. Das wird durch aktuelle Zahlen des Bukarester Statistikamtes (INS) zur Entwicklung der pflanzlichen Produktion des Landes bestätigt.

Danach verringerte sich die Getreideproduktion Rumäniens im Jahresvergleich um 8,14 Mio. t (-39,1%) auf 12,70 Mio t, obwohl der Anbau um 3,6% auf etwa 5,42 Mio. ha ausgedehnt worden war. Im Einzelnen nahm die Produktion von Weizen um 26,9% auf 5,22 Mio t und die von Mais um fast die Hälfte auf 5,92 Mio. t ab. 

Bei den Ölsaaten ging die Rapserzeugung besonders stark zurück. Diese sank um 78,5% auf 159'000 t. Massgeblich dafür war in erster Linie die massive Auswinterung von Winterrapsflächen, auf denen dann Mais und Sonnenblumen ausgesät wurden. Den Anbau von Sonnenblumen dehnten die rumänischen Landwirte gegenüber 2011 um 2,5% auf rund 1,02 Mio. ha aus. Die Ernte blieb aber wegen der Dürre mit 1,39 Mio. t um 22,3% unter dem Niveau des Vorjahres.

Deutlich kleiner als im Jahr zuvor fiel auch die Kartoffelernte aus. Die Produktion ging hier um 39,6% auf 2,46 Mio t zurück. Der Anbau war aufgrund niedriger Produzentenpreise in den Vorjahren zuletzt um 8,2% auf 223'000 ha eingeschränkt worden. Einzig an Zuckerrüben ernteten die rumänischen Landwirte 2012 mehr als im Vorjahr: Mit 739'000 t wurde das Rodeergebnis von 2011 um 11,9% übertroffen. Die grössere Zuckerrübenernte war allerdings allein auf die kräftige Ausweitung der Anbaufläche um annähernd die Hälfte auf 28'000 ha zurückzuführen.

Die rumänische Gemüseerzeugung, die neben dem Feldgemüse auch die Produktion im Unterglasanbau sowie auf Folienflächen einschliesst, belief sich im vergangenen Jahr dem INS zufolge auf 3,46 Mio. t. Das waren 17,2% weniger als 2011. Dabei lag die Ernte aller Gemüsearten unter der Vorjahresmenge, so Kohl um knapp 5%, Tomaten um gut 28%, Paprika sowie Karotten um jeweils rund ein Fünftel, Gurken um einen Viertel und Zwiebeln um 14,5%.

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