19.02.2018 10:20
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Russland: Ackerland deutlich teurer
In Russland sind 2017 die Preise für landwirtschaftliche Flächen in den wichtigsten Getreideanbaugebieten auf das höchste Niveau seit fünf Jahren gestiegen.

Wie der Generaldirektor des Moskauer Consulting- und Forschungszentrums für Agrarökonomie (Sovecon), Andrej Sisow, kürzlich berichtete, kostet ein Hektar kultiviertes Ackerland in der Region Krasnodar im Schnitt rund 134'000 Rubel (2'208 Fr.), in Rostow 119'000 Rbl (1'961 Fr.) und in den Regionen Kursk und Voronesh jeweils etwa 55'000 Rbl (907 Euro). Die jährliche Wachstumsrate der Bodenpreise in diesen Regionen lag von 2012 bis 2017 im Mittel zwischen 20 und 27 Prozent. 

Trotz dieser Steigerung ist das russische Agrarland im Vergleich mit anderen Ländern immer noch unterbewertet. So belaufen sich beispielsweise die durchschnittlichen Kaufwerte je Hektar in Rumänien auf 6'500 USD (6'033 Fr.), in Uruguay auf 4'900 $ (4'548 Fr) und in den Vereinigten Staaten auf mehr als 12'400 $ (11'510 Fr.). 

Der wesentliche Grund für den jüngsten Anstieg der russischen Bodenwerte ist der Rekordgewinn der Bauern in der Saison 2016/17, bedingt durch eine gute Ernte, gepaart mit relativ hohen Rubelpreisen. Laut einer Studie von Sovecon betrug der Nettogewinn vor Steuern der besten russischen Pflanzenproduzenten im Jahr 2016 rund 20'000 Rbl (330 Fr.) je Hektar. In den Jahren zuvor war diese Kennzahl mindestens 10 Prozent geringer ausgefallen. Ein weiterer wichtiger Faktor für steigende Preise blieb weiterhin die hohe Nachfrage nach Land.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE