23.10.2016 13:54
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Schlachtschweinepreise weiter im Abwärtstrend
Die Schweinemäster in Deutschland und in der Europäischen Union haben in der vergangenen Woche erneut Preisabschläge hinnehmen müssen.

In Deutschland fiel das Angebot schlachtreifer Tiere zwar stellenweise wieder ausgeglichener aus, doch blieb es in vielen Regionen immer noch mehr als bedarfsdeckend. Das gab laut Marktexperten den Schlachtunternehmen die Möglichkeit, den Einkaufspreis zu drücken. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) musste deshalb am vergangenen Mittwoch ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 3 Cent auf 1,52 Euro/kg Schlachtgewicht (Umgerechnet 1,65 Fr./kg) senken. Damit summierte sich der Preisabschlag der vergangenen vier Wochen auf 20 Cent/kg beziehungsweise 12 %.

Marktanalysten wiesen zudem darauf hin, dass aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Vogler Fleisch dort spürbar weniger Schweine geschlachtet würden. Aufgrund der Bedeutung dieses Unternehmens erhöhe sich das Angebot bei den umliegenden Schlachthöfen, was den Druck auf die Erzeugerpreise verstärke. Zudem seien die Probleme am Fleischmarkt noch nicht vorüber; die Verkäufer litten unter der zurzeit schwachen Nachfrage und fehlenden Margen, vor allem bei Edelteilen wie den Lachsen. Nach Angaben von Danish Crown ließen sich jedoch Schweinebäuche weiterhin zu guten Preisen absetzen; diese waren insbesondere für den Export nach Asien sehr gefragt. Spanische Exporteure berichteten dagegen von zunehmenden Absatzschwierigkeiten in China, weil Schweinefleisch aus den USA wegen niedrigerer Preise wettbewerbsfähiger sei.

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