27.02.2018 09:51
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Welthandel
Sojafarmer warnen vor Handelskrieg
Auf die Überlegungen der Washingtoner Regierung, den Import von Stahl und Aluminium unter anderem aus China zu beschränken, haben die US-Sojaanbauer mit Besorgnis reagiert.

So wies die Amerikanische Sojabohnen Vereinigung (ASA) am Dienstag vergangener Woche darauf hin, dass Peking mit Vergeltungsmassnahmen antworten werde, die wahrscheinlich die US-Bohnenlieferungen in das „Reich der Mitte“ beträfen. China sei der grösste Auslandskunde bei diesem Produkt und kaufe jährlich etwa ein Drittel der heimischen Bohnenernte im Wert von schätzungsweise 14 Mrd. USD (13,1 Mrd. Fr.). 

ASA-Präsident John Heisdorffer betonte, dass Argentinien und Brasilien in diesem Fall sofort die US-Marktanteile in China übernehmen würden. In der Folge würde sich die wirtschaftliche Lage der Farmer weiter verschlechtern, deren Erzeugerpreise und Einkommen bereits kräftig gesunken seien. Heisdorffer forderte von US-Präsident Donald Trump eine China- Strategie, die die Wettbewerbskraft der heimischen Branche stärke und gleichzeitig deren Exportchancen erhöhe. 

Neben den US-Sojaanbauern sind auch andere Agrarproduktionszweige in Übersee von Vergeltungsmassnahmen für mögliche Handelsbeschränkungen
bedroht: Wenn sich Trump dafür entscheiden sollte, auch die Stahl- und Aluminiumlieferungen aus der Europäischen Union zu sanktionieren, würde die Gemeinschaft nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) - wie China - mit Strafzöllen auf landwirtschaftliche Produkte aus den USA
antworten. Davon betroffen wären zum Beispiel Orangensaft, Kartoffeln und Tomaten.

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