7.06.2015 09:22
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweine
Sommerwetter lässt EU-Schweinepreise klettern
Die Schlachtschweinenotierungen in der Europäischen Union haben sich Anfang Juni - von wenigen Ausnahmen abgesehen - auf breiter Front befestigt.

Möglich machte dies nach Angaben von Marktbeobachtern das verbreitet warme Sommerwetter, das nicht nur für Nachfrageimpulse am Fleischmarkt, sondern auch für vermehrte Bestellungen von Schweinen auf Seiten der Schlachtbetriebe führte. Aufgrund des zunehmend knapper versorgten Lebendmarktes in Deutschland hob die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am vergangenen Mittwoch ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 3 Cent auf 1,48 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) an. Noch positiver fiel die Markteinschätzung in Österreich aus, wo der Verband der landwirtschaftlichen Veredlungsproduzenten (VLV) seinen Orientierungspreis um 5 Cent auf 1,43 Euro/kg SG nach oben korrigierte.

In Frankreich legte die Notierung am Marché du Porc Breton im Vorwochenvergleich um 2,7 Cent/kg SG zu; in Spanien sorgten hitzebedingt weiter sinkende Schlachtgewichte für ein Preisplus von 2,2 Cent/kg Lebendgewicht. Lediglich der dänische Schlachtkonzern Danish Crown ließ aufgrund des eher schwachen Fleischmarktes abseits des Grillfleischgeschäftes seinen Auszahlungspreis unverändert. Bereits in der letzten Maiwoche waren in der gesamten EU die Schlachtschweinenotierungen gestiegen: Nach Kommissionsangaben erlösten Tiere der Handelsklasse E im Schnitt 143,37 Euro/100 kg SG; das waren 1,42 Euro oder 1,0 % mehr als in der Vorwoche. Schrittmacher dieser Entwicklung waren unter anderem Belgien und die Niederlande mit einem Anstieg der dortigen Erzeugerpreise um 2,5 % beziehungsweise 2,9 %. In Frankreich, Spanien, Deutschland und Ungarn konnten sich die Mäster über Erlösverbesserungen zwischen 0,8 % und 1,4 % freuen.

Schlachtschweine in Dänemark, Österreich und Portugal wurden dagegen nur zu unveränderten Preisen abgerechnet. Aus vier Ländern wurden der Brüsseler Kommission zufolge sogar leichte Notierungsabschläge bis zu 0,7 % gemeldet; das waren Irland, Slowenien, Estland und Litauen.

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