13.08.2020 13:45
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Handelsstreit
Strafzoll neu auf Marmelade
Die US-Regierung hat nach einer Überprüfung ihre Strafzoll-Liste für Importe aus der EU überarbeitet. An die Stelle einiger Produkte aus Griechenland und Grossbritannien sollen Waren aus Deutschland und Frankreich rücken, wie der US-Handelsbeauftragte am Mittwoch mitteilte.

Es bleibe bei Strafzöllen auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar, auch die Zollsätze blieben unverändert. Die Änderungen seien massvoll, hiess es.

Vom 1. September an sollen etwa Fruchtmarmeladen aus Deutschland und Frankreich von den Massnahmen betroffen sein; dafür entfielen Strafzölle auf griechischen Käse und britische Kekse.

Grundlage der Strafzölle ist ein WTO-Urteil wegen jahrelanger rechtswidriger Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus. Demnach hat die US-Regierung das Recht, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erlauben.

Bereits im vergangenen Oktober waren von den USA deswegen Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf zahlreiche Produkte aus Europa erlassen worden. Betroffen davon waren zum Beispiel Wein aus Deutschland und Frankreich, Parmesan aus Italien und Olivenöl aus Spanien. Zudem gilt auf Flugzeugimporte eine Sonderabgabe von 15 Prozent.

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