21.02.2019 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Deutschland
Strategie gegen Food Waste
Das deutsche Bundeskabinett hat eine nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beschlossen.

Die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will bis zum Jahr 2030 die Lebensmittelabfälle halbieren. Dem Bundeskabinett hat sie ihre nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung vorgelegt, die heute beschlossen wurde. 

In Deutschland werden jedes Jahr 11 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Ökologisch, ökonomisch wie ethisch müsse es daher Verpflichtung sein, in allen Bereichen der Versorgungskette diese Zahl deutlich zu reduzieren, heisst es in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). 

Laut Gutachten der wissenschaftlichen Beiräte für Ernährungs-, Agrar- und Waldpolitik des BMEL könnten bei einer 50-prozentigen Reduzierung der Lebensmittelabfälle 6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente (Äq) an Treibhausgas-Emissionen (THG) in Deutschland eingespart werden. Wer also die Lebensmittelverschwendung reduziere, der betreibe aktiven Ressourcen- und Klimaschutz, betont das BMEL. 

Die nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung sieht vor, dass in Dialogforen pro Sektor gemeinsam mit Lebensmittelunternehmern, zivilgesellschaftlichen Organisationen, den zuständigen Länder- und Bundesressorts sowie der Wissenschaft konkrete Massnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung erarbeitet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Belangen der kleinen und mittleren Unternehmen. 

Die Umsetzung der Strategie startet mit der Auftaktveranstaltung für das "Dialogforum in der Ausser-Haus-Verpflegung", an der die Bundesministerin teilnimmt. Durchgeführt wird es zusammen mit dem World Wildlife Fund (WWF). Bezogen auf die eingesetzten Mengen fällt in diesem Bereich mit Abstand der grösste Anteil an Lebensmittelabfällen an: Bis zu 35 Prozent der zubereiteten Speisen landen im Müll. Weitere Dialogforen werden im Laufe des Jahres eingerichtet, dabei werden auch konkrete Zielmarken definiert.

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